10.07.2018, 13:18 Uhr

Stadt-Umlandbahn als Lösung „S-Bahn und Stadtbahn kein Gegensatz“

(Foto: IG Historische Straßenbahn )(Foto: IG Historische Straßenbahn )

Kurz nach dem der Regensburger Stadtrat den Neubau einer Stadtbahn mit 51:1 Stimme beschlossen hat, starteten fünf Landkreise um Regensburg herum mithilfe eines S-Bahn-ähnlchen Stadtumlandverkehres, also einer Stadt-Umlandbahn Regensburg, mit angeschlossen zu werden.

REGENSBURG Während Regensburger Verkehrspolitiker es rigoros ablehnen, auch nur über eine umsteigefreie Anbindung nachzudenken, ruft das Regensburger Umland mit seinem 700.000 Bürgern starken Ballungsraum nach Lösungen. Mit der Begründung, „eine Förderfähigkeit nicht zu verlieren“, oder „der 2,5 Minuten-Takt gibt das nicht her“ werde ohne eine wirklich seriöse Diskussion dieser Problematik jeglichem Konstruktivismus der Wind aus den Segeln genommen und stattdessen auf „Umsteigezentren“ für die Umlandbürger verwiesen, bemängelt die IG Historische Straßenbahn Regensburg..

Interessanterweise ende die Stadtbahn in exakt gleicher Spurweite wie die Eisenbahn direkt neben den Eisenbahnlinien im Norden wie auch im Süden. „Der zusätzliche Einbau von vier Weichen (zwei im Norden, zwei im Süden) soll also die Förderfähigkeit beeinträchtigen?!“

„Die im Umland verkehrenden Regionalverkehre werden doch gar nicht von der Stadt Regenburg bestellt oder bezahlt, sondern von den Landkreisen bei der BEG bestellt und bezahlt. Wenn also mit dem Chemnitzer Citylink ähnlichen Fahrzeugen, die sowohl mit wie auch ohne Oberleitung und sowohl auf Eisenbahn wie auch Stadtbahnstrecken im Umlandverkehr gefahren wird, bestellt und bezalht das ausschliesslich das Regensburger Umland. Über zusätzliche Einnahmen in Form von Trassennutzungsentgelten bei der Passage durch die Stadt auf den Stadtbahngleisen entsteht der Stadt Regensburg sogar noch eine zusätzliche Einnahme“, so dien IG Historische Straßenbahn. In Städten wie München oder Berlin (Alexanderplatz) fahren die Straßenbahn im Halbminuten wie auch Minutentakt. Das Argument, „die 2,5-Minutentaktung lasse das nicht zu“, sei hier überhaupt nicht tragfähig.

Sollte nun ab 2024 eine Stadt-Umlandbahn von Burglengenfeld nach Langquaid kommen, dann sollten man diese sinnigerweise gleich mit solchen Chemnitzer Citylink-Triebwagen planen, die vollwertige Vollbahneigenschaften besitzen (Toiletten etc), bis zu 100km/h schnell sind und durch schnelle Beschleunigung und kürzere Bremswege bei gleicher Reisezeitdauer noch mehr Unterwegshalte mitnehmen können, als Vollbahntriebwagen. „Diese Fahrzeuge lässt man ab 2030 einfach durch die Stadt fahren, alle 30 Minuten. Dabei ist weder die Förderfähigkeit in Gefahr noch der 2,5-Minutentakt.“


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