28.06.2018, 13:47 Uhr

Verbesserungen zum Fahrplanwechsel Zusätzliche Zugverbindungen für den Großraum Regensburg

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

In den nächsten sechs Jahren (bis 2024) soll die Autobahn A3 im Raum Regensburg sechsspurig ausgebaut werden, was die Kapazitäten im Straßenverkehr deutlich reduziert. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, wirkt mit der Bestellung von vorübergehenden Mehrleistungen für einen Straßenersatzverkehr während der genannten Ausbauphase diesem Engpass entgegen.

REGENSBURG Durch zusätzliche Bestellungen der BEG wird das Zugangebot zwischen Schwandorf und Regensburg deutlich ausgebaut. Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wird die Oberpfalzbahn den bereits dichten Fahrplan in der morgendlichen Hauptverkehrszeit (HVZ) mit Abfahrten in Schwandorf werktags gegen 6.25 und 7 Uhr und Zwischenhalten in Maxhütte-Haidhof und Regenstauf erweitern. Damit sind die Züge in diesem seit Jahren durch überproportionales Nachfragewachstum gekennzeichneten Streckenabschnitt morgens zwischen 6 und 7 Uhr annähernd im Viertelstunden-Rhythmus unterwegs.

Zusätzlich wird DB Regio im Auftrag der BEG montags bis freitags vier Regionalexpress-Verbindungen (RE) der Linie Nürnberg – Amberg – Schwandorf bis Regensburg verlängern. Die neuen Züge verkehren ab Schwandorf gegen 9, 11, 13 und 19 Uhr. In der Gegenrichtung verkehren zusätzliche RE-Züge ab Regensburg gegen 8.32, 10.32, 12.32 und 16.40 Uhr mit Zwischenhalten in Regenstauf und Maxhütte-Haidhof nach Schwandorf und in bestehenden Fahrplananlagen über Amberg weiter nach Nürnberg. Damit werden auch die im Dezember 2017 durch das neue Alex-Konzept München – Prag/Hof entfallenen Zwischenhalte in Regenstauf und Maxhütte-Haidhof mehr als kompensiert. Maxhütte-Haidhof und Regenstauf bekommen erstmals einen 30-Minuten-Rhythmus über weite Tageszeiten. Der Alex-Zug selbst kann aufgrund internationaler Fahrplanzwänge nicht zusätzlich halten. Die Landeshauptstadt ist aber über Umsteigen in Regensburg gut erreichbar. Auch Amberg und Sulzbach-Rosenberg profitieren von den RE-Verlängerungen, die das Zugfahren nach Regensburg nochmals attraktiver machen.

Entlastungseffekte für den westlichen Teil des Landkreises Regensburg werden durch zusätzliche RE-Halte in Undorf entstehen. Regionalexpresszüge in Richtung Regensburg werden dort gegen 6.51, 7.14 und 8.31 Uhr halten und die vorhandene Platzkapazität zu dieser Zeit verdoppeln. Der RE um 7.14 Uhr wird um 7.22 zusätzlich auch in Prüfening halten, was insbesondere für den Schülerverkehr attraktiv ist. In Richtung Nürnberg wird am Nachmittag ein Regionalexpress gegen 17.26 Uhr in Undorf halten.

Für Frühpendler aus dem östlichen Landkreis Regensburg und aus Straubing wird es mit einer neuen Agilis-Fahrt erstmals möglich sein, Regensburg bereits gegen 5 Uhr zu erreichen. „Damit setzen wir einen großen Anreiz auch für Autofahrer, das sehr gute Bahnangebot im Zulauf auf Regensburg verstärkt in Anspruch zu nehmen“, erklärt Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG. Die Fahrplanangebote stehen noch unter dem Vorbehalt der Trassenzuteilung durch den Infrastrukturbetreiber DB Netz. Die Neuleistungen gelten zunächst befristet bis zum Ende der A3-Baustellen.


0 Kommentare