20.06.2018, 13:26 Uhr

Verkehr Junge Union Nittendorf fordert festen Regionalexpresshalt am Bahnhof Undorf

(Foto: Junge Union Nittendorf)(Foto: Junge Union Nittendorf)

Die Junge Union Nittendorf setzt sich für einen festen Regionalexpresshalt am Bahnhof Undorf ein. „Mit dem Ausbau des Schienenangebots soll für Pendler nach Regensburg und Nürnberg eine echte Alternative zum Pkw geschaffen werden“, so Ortsvorsitzender Johannes Bawidamann.

UNDORF Hintergrund ist die zunehmende Verkehrsbelastung im Raum Nittendorf, bedingt durch den dreispurigen Ausbau der Autobahn A3. Auch Ausweichrouten wie die Bundesstraße B8 sind folglich stark frequentiert. „Als Pendler erlebe ich nahezu täglich teils stundenlange Staus in Richtung Regensburg, was sich aufgrund der mehrjährigen Bauzeit der A3 in den nächsten Jahren wohl noch verschlimmern, statt verbessern wird“, moniert der JU-Kreisvorsitzende Florian Hoheisel. Jedoch wurden die bestehenden ÖPNV Angebote im Markt Nittendorf und Umgebung bisher zu wenig genutzt, auch aufgrund des unzureichenden Angebots. Die Mitglieder des Ortsverbands überlegten sich deshalb schon länger verschiedene Möglichkeiten wie man den ÖPNV im westlichen Landkreis Regensburg attraktiver gestalten könnte, um einen drohenden Verkehrskollaps zu verhindern und Autopendler für die stärkere Nutzung von Bus und Bahn zu gewinnen. Im Rahmen der letzten Mitgliederversammlung stellte Johannes Bawidamann der anwesenden Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer (CSU) die Idee vor, einen festen Regionalexpresshalt der Deutschen Bahn am Undorfer Bahnhof einzuführen. Dieser eignet sich gut, weil er genau auf der Strecke zwischen Regensburg und Nürnberg liegt, barrierefrei ausgebaut ist und über einen größeren P&R Parkplatz für Bahnpendler verfügt. Für diesen bestehen durch ein angrenzendes Grundstück darüber hinaus noch Erweiterungsmöglichkeiten. Ebenfalls könnte der Bahnhof als geeigneter Halt für den Flughafenexpress überprüft werden. Frau Stierstorfer begrüßte diese Ideen und versprach sich hierfür beim zuständigen Staatssekretär Zellmeier im Verkehrsministerium einzusetzen. In diesem Zusammenhang erläuterte Katharina Rieger die Vorteile, welche sich mit Einführung eines Regionalexpresshaltes in Undorf für die Deutsche Bahn ergeben würden. So müsse man laut Rieger keine neuen Züge einsetzen, sondern lediglich die Taktung des RE an der bestehenden Strecke anpassen. Dies könne im Zuge einer Fahrplanänderung der Deutschen Bahn erfolgen. Außerdem weist der Markt Nittendorf sowie die umliegenden Gemeinden seit Jahren einen vermehrten Zuzug an Bürgern auf. Das Potential für ein höheres Fahrgastaufkommen ist somit grundsätzlich vorhanden. Kreistagsmitglied Matthias Ipfelkofer (CSU) wies in diesem Zusammenhang auch auf die unzureichende Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Regensburg hin, wenn es um den Ausbau des ÖPNV geht. „Der Landkreis Regensburg kommt nach wie vor bei Verbesserungen für den ÖPNV zu kurz“, bemerkt Ipfelkofer. Die Junge Union Nittendorf wird sich deshalb eigeninitiativ mit Unterstützung von Sylvia Stierstorfer um die Einführung eines festen Regionalexpresshaltes in Undorf bemühen.


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