13.06.2018, 12:04 Uhr

Machbarkeitsstudie Bekommt der Pfaffensteiner Tunnel eine zusätzliche Röhre?

(Foto: Berli Berlinski)(Foto: Berli Berlinski)

Auf Drängen des Regensburger Bundestagsabgeordneten Peter Aumer hat die Bayerische Staatsministerin für Verkehr Ilse Aigner zugesagt, dass noch dieses Jahr eine technische Untersuchung in Auftrag gegeben wird, in welcher die Anlage von dritten Fahrstreifen beziehungsweise die Machbarkeit einer zusätzlichen Tunnelröhre geprüft werden soll.

REGENSBURG „Ich freue mich sehr, über die Zusage der Staatsministerin, denn ohne eine zukunftsweisende Lösung für den Pfaffensteiner Tunnel, wird die Verkehrssituation im Raum Regensburg nicht entschärft werden können“, stellt Aumer fest. Bei einem gemeinsamen Termin haben sich Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Landrätin Tanja Schweiger und Bundestagsabgeordneter Peter Aumer über die verkehrliche Bedeutung des Pfaffensteiner Tunnels ausgetauscht. Sie waren sich einig, dass nach der gerade stattgefundenen Erneuerung der betriebstechnischen Einrichtungen, der Tunnel sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht wurde. Jedoch steht die notwendige bauliche Instandsetzung des Tunnels Pfaffenstein in den nächsten Jahren an. Hier wird die Sperrung einer Tunnelröhre für jeweils mindestens ein Jahr erforderlich sein. Die Region muss dafür gerüstet sein, stellen Bürgermeisterin, Landrätin und der Bundestagsabgeordnete fest. Nach der Ansicht Aumers ist die Sanierung des Tunnels ohne Beeinträchtigung der Entwicklung der Region nur möglich, wenn man vor allem die Überlegung einer dritten Tunnelröhre ins Auge fasst. Die Sperrung jeweils einer Tunnelröhre über mehrere Jahre hinweg führt zu Beeinträchtigungen, die dem gesamten Raum Regensburg schaden würden.

„Eine Erweiterung des Pfaffensteiner Tunnels kann ich nur begrüßen – und damit spreche ich sicherlich vielen Pendlern aus der Seele, die den Tunnel täglich nutzen. Um die Verkehrssituation an dieser Stelle zu entschärfen, brauchen wir zunächst die Machbarkeitsstudie. Die Ergebnisse bilden dann die Basis für entsprechende Verkehrskonzepte und unsere Planungen zu weiteren Donauüberquerungen. Die Stadt profitiert daher in jeder Hinsicht von einer solchen Studie“, so Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer.

„Ein Konzept für die Sanierung des Pfaffensteiner Tunnels ist überfällig. Wichtig ist, dass es während der Bauzeit nicht zu zusätzlichen Staus kommt, da die jetzige Belastung v.a. morgens enorm ist. Dazu brauchen wir so bald als möglich die Sallerner Regenbrücke, die bessere Anbindung der B16 an die Osttangente und die Reaktivierung des Walhallabahnhofs, dann gibt es Alternativen für Pendler aus dem Norden“ so Landrätin Tanja Schweiger.

Im Zusammenhang mit dem Pfaffensteiner Tunnel nimmt Staatsministerin Aigner auch das Thema „Sallerner Regenbrücke“ auf. Bei dem Projekt muss in Folge einer Klage nachträglich eine Umweltverträglichkeitsprüfung erstellt werden. Die Ministerin äußert sich zuversichtlich, dass die strittigen Punkte ausgeräumt werden können und das Projekt in absehbarer Zeit umgesetzt werden kann. Eine Finanzierungszusage für den Bau konnte Peter Aumer ebenfalls in seiner ersten Amtszeit vom damaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer einholen. „Der Bau der Sallerner Regenbrücke ist nach meiner Einschätzung auch Voraussetzung für die künftigen baulichen Maßnahmen am Pfaffensteiner Tunnel“ so Aumer.

Beide Projekte, der Ausbau des Pfaffensteiner Tunnels und die Sallerner Regenbrücke, sind Schlüsselprojekte zur Verbesserung der Verkehrssituation im nördlichen Landkreis und der Stadt Regensburg. Dies stellen die Landrätin, die Bürgermeisterin und der Bundestagsabgeordnete fest.

In einem Schulterschluss zwischen Bürgermeisterin Malz-Schwarzfischer, Landrätin Schweiger und dem Regensburger Bundestagsabgeordneten Aumer wollen die drei Politiker mit dem zuständigen Staatssekretär Josef Zellmeier in einem Regionalforum über die Herausforderungen der Verkehrspolitik im Raum Regensburg diskutieren. Im Moment befindet man sich gerade in der Terminabstimmung. Die Entwicklungen der letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig auch eine tiefere Abstimmung der Verkehrspolitik im Raum Regensburg ist. Bundestagsabgeordneten Aumer, wie auch Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und Landrätin Schweiger ist es wichtig, dass die Verantwortlichen zusammen Verbesserungen erreichen. Die Drei sind sich einig, dass durch eine enge Verflechtung von Planung und Realisierung bei Infrastrukturmaßnahmen in der Region nur im gemeinsamen Einsatz zukunftsweisende Lösungen erreicht werden können.


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