09.06.2018, 06:56 Uhr

Kommentar Wir sind stolz auf die schönste Stadt Bayerns!


Zum Tag der offenen Tür des neuen Museums der Bayerischen Geschichte und zur Wiedereröffnung der Steinernen Brücke hat der Redaktionsleiter des Regensburger Wochenblatts, Christian Eckl, einen Kommentar geschrieben.

REGENSBURG „Regensburg liegt gar schön“; dieses Bonmot des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe klingt mir in den Ohren, wenn ich derzeit über die Steinerne Brücke gehe. Die Einhausung ist endlich verschwunden, die Brücke ist saniert. Nun, ich bin ein Regensburger von Geburt und ein Altstadtbewohner von Gottes Gnaden, und weil der Regensburger ein kritischer Geist ist, muss mir nicht jeder neu verlegte Stein gefallen.

Aber ich bin berauscht von dem, was sich mir als Anblick bietet, wenn ich die Brücke überquere. Schaue ich in die eine Richtung, dann liegt da mit Stadtamhof ein Gedicht eines Ensembles historischer Gebäude. Blicke ich in Richtung Dom und Altes Rathaus, dann liegt eine zweitausend Jahre währende Geschichte vor mir wie ein offenes Buch.

Was ist es für ein Glück, ein Regensburger zu sein. Man könnte ja auch in Bochum oder Kassel das Licht der Welt erblickt haben. Nein, es ist wirklich ein unfassbares Glück, in einer der schönsten Städte Deutschlands zu leben.

Regensburg lebte im Laufe der Jahrhunderte davon, dass Menschen aus aller Herren Länder hierher kamen. Regensburg war immer weltoffen, handelte und diskutierte. Hier trafen sich unterschiedliche Sprachen, Religionen, Überzeugungen. Was für ein Symbol ist da die Steinerne Brücke, was für ein Monument, eine in Stein gemeißelte Chronik Bayerns.

Ich freue mich deshalb als Regensburger auf das, was uns am kommenden Wochenende bevorsteht – ein Fest der Regensburgerinnen und Regensburger für Bayern, ja, für die Menschen aus aller Welt.

Ich freue mich auf das neue Museum. Ich freue mich, weil ich auch gerne in Bayern lebe und mich mit Bayern identifiziere. Wir leben im schönsten Freistaat der Welt in der schönsten Stadt dieses Freistaates – darauf können wir stolz sein. Und zwar nicht nur am kommenden Wochenende!