23.05.2018, 13:46 Uhr

Familien in der Krise 723 Familien in Stadt und Land suchten sich 2017 bei der Beratungsstelle Hilfe

(Foto: yanlev/123RF)(Foto: yanlev/123RF)

723 Familien und Jugendliche haben sich im vergangenen Jahr an die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in Regensburg gewandt und waren persönlich für mindestens eine Beratung vor Ort, fasst ein Bericht der Beratungsstelle über das Jahr 2017 rückblickend zusammen. Zum Vergleich: 2018 waren es 703, 2015 676 und 2014 709 Familien. Die Beratungsstelle sucht mit Menschen, die belastende Situationen in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule oder in der Arbeitswelt durchgemacht haben nach Wegen, Krisen zu überwinden.

REGENSBURG Es wird hauptsächlich mit Beratungsgesprächen, Spieltherapie und Entspannungstechniken gearbeitet. Mit 54,5 Prozent waren etwas mehr als die Hälfte der Familien, die sich 2017 an die Beratungsstelle wandten, aus dem Landkreis. 45,5 Prozent der Familien kamen aus der Stadt. 24,1 Prozent der hilfesuchenden Familien waren Familien mit Migrationshintergrund, das entspricht dem selben Prozentsatz wie im Jahr 2016.

So verschieden wie die Familien, waren auch die Gründe dafür, dass sie sich an die Beratungsstelle wandten. 47,1 Prozent der Familien suchten aufgrund „Belastungen im familiären Umfeld“ Hilfe bei der Beratungsstelle. Darunter fallen zum Beispiel Verlusterfahrungen, Sucht in der Familie, körperliche Gewalt und Vernachlässigung. Mit 18 Prozent waren „Auffälligkeiten im Gefühlsbereich“ der zweithäufigste Grund für einen Besuch der Beratungsstelle. Darunter fallen zum Beispiel Ängste, eine emotionale Labilität oder auch Depression. 10,7 Prozent der Familien suchten bei der Beratungsstelle nach Antworten. Sie hatten zum Beispiel Fragen zur Erziehung, schulische Fragen oder familienrechtliche Fragen. Weitere Gründe, die Beratungsstelle aufzusuchen waren unter anderem Hyperaktivität, Migration und Integration, Sexualität und Essstörungen.

Infos zur Beratungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. gibt es unter www.erziehungsberatung-regensburg.de. Die Beratung ist kostenfrei und unterliegt der Schweigepflicht.


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