09.05.2018, 08:52 Uhr

Argumente gegen das Bürgerbegehren Regensburger Rathauskoalition will Stärkung des Bahnhofsumfelds mit dem RKK am Ernst Reuter-Platz

Der Ernst-Reuter-Platz in Regensburg. (Foto: Ursula Hildebrand)Der Ernst-Reuter-Platz in Regensburg. (Foto: Ursula Hildebrand)

Die Regensburger Rathauskoalition aus SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, Freien Wählern und FDP macht argumentativ gegen das Bürgerbegehren „Kein RKK auf dem Kepler-Areal“ mobil. Sie macht deutlich, dass die von den Initiatoren des Begehrens genannten Argumente unzutreffend sind.

REGENSBURG Wichtig ist der Koalition zunächst die Klarstellung, dass die Planungen für das RKK nicht isoliert stehen, sondern nur im Zusammenhang mit den anderen Elementen der Neuordnung des Bahnhofsumfelds zu sehen sind, d.h. dem neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), einer zentralen ÖPNV-/Stadtbahntrasse und insbesondere auch dem Lückenschluss im Grüngürtel. Im Mittelpunkt dieser Planungen steht für die Koalition insgesamt die dringend notwendige Aufwertung der Aufenthaltsqualität am Eingang zur Altstadt. Durch den ZOB, eine neue Stadtbahn und das RKK sollen eine attraktive Neugestaltung des Bahnhofumfeldes ermöglicht, Straßen zurückgebaut und der Individualverkehr verringert werden.

Eine spürbare Verkehrsberuhigung sowie eine Stärkung des Alleengürtels im Bereich des Ernst-Reuter-Platzes durch neue Baumpflanzungen seien möglich. Ein RKK am Standort Ernst-Reuter-Platz werde über den ZOB und den Bahnhof optimal an den örtlichen und überregionalen ÖPNV angebunden sein.

Wegen des RKKs müssten keine anderen städtische Projekte zurückstecken. Es werde weiterhin in den Wohnungsbau investiert und dabei die Sozialquote bei Neubauten von 20 Prozent auf 40 Prozent erhöht, davon 20 Prozent für die Einkommensgruppe III (= „Durchschnittsverdiener“, zu der etwa die Hälfte der Regensburger Haushalte zählt). Auch der weitere Ausbau des ÖPNV-Netzes sei unabhängig von dem Bau eines RKKs geplant.

Der Alleengürtel werde im Bereich Ernst-Reuter-Platz durch neue Bäume gestärkt werden. „Es sollen im Ergebnis nicht weniger, sondern mehr Bäume als jetzt stehen! Vorgesehen ist, ein ,RKK im Alleengürtel‘ zu entwickeln. Auf diesem Weg kann ein wichtiger Lückenschluss des Alleengürtels gerade zwischen D.-Martin-Luther-Straße und Maximilianstraße gelingen und der Stadtraum zugleich durch einen besonderen Begegnungsort für Regensburger und Gäste – ein modernes RKK – einmalig aufgewertet werden“, so die Kolaition. Bürgernahe Nutzungen würden sicherstellen, dass das RKK ein Begegnungsort für alle Regensburger und Regensburgerinnen wird.

„Wir wollen in den weiteren Detailplanungen ein offenes Haus für alle Bevölkerungsgruppen und die Gäste unserer Stadt in einem „Gebäude ohne Rückseite“ im Alleengürtel entwickeln. Regensburg als Welterbe und wirtschaftliches Zentrum des ostbayerischen Raums, mit seinen internationalen Unternehmen und seiner Nähe zum Flughafen München ist prädestiniert dafür, auch im Kongress- und Kulturbereich in der ersten Liga zu spielen. Dafür fehlen heute noch die Räume, die auch andere Tagungsstätten oder das Audimax in Regensburg nicht bieten. Ein RKK wird diese bereitstellen können“, so die Koalition in ihrer Mitteilung am Mittwoch, 9. Mai.

Für interessierte Bürger stellt die Rathauskoalition auf Wunsch ausführlichere Informationen zusammen. Dazu kann direkt mit den Fraktionen Kontakt aufgenommen werden.


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