03.05.2018, 12:47 Uhr

Sportstadt Ein viertes Bad für Regensburg im Stadtosten und endlich eine Leichathletik-Halle!


Auf dem Areal einer ehemaligen Kaserne plant die Koalition ein neues Hallenbad. Auch eine Leichtathletik-Halle soll entstehen.

REGENSBURG Es ist eine kleine Sensation, was der Stadtrat am 9. Mai beraten wird: Offenbar plant die Rathaus-Koalition, ein viertes Bad in Regensburg zu bauen. Mehr noch: Der Bau einer Leichathletik-Halle soll endlich in einem Bereich eine Lücke schließen, die seit vielen Jahren beklagt wird.

Zunächst zum Bad: Offenbar hat Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei dem Thema Gas gegeben. Das Wochenblatt hatte im Juni 2017 exklusiv berichtet, dass die Prinz-Leopold-Kaserne hinter dem Josefskrankenhaus an die Stadt gehen soll. Dafür verpflichtete sich die Stadt gegenüber der damaligen Sozialministerin Emilia Müller, auf dem Areal vorwiegend Wohnungen für Asylbewerber zu bauen, die bereits anerkannt sind. Bei ihnen handelt es sich um sogenannte Fehlbeleger, denn in Flüchtlingsunterkünften dürften sie eigentlich nicht mehr untergebracht sein. Durch den Bau von Wohnungen soll insbesondere verhindert werden, dass der ohnehin angespannte Markt in Regensburg gerade für schwache Einkommen kollabiert.

Doch zurück zum vierten Bad: Laut Informationen aus Koalitionskreisen handelt es sich beim Bad auf dem Areal der Prinz-Leopold-Kaserne um ein 6.000 Quadratmeter großes Areal. Während in den letzten Jahren die Bevölkerung immer weiter wuchs, bekam Regensburg faktisch keine neuen Wasserflächen hinzu. Der erste Schritt ist, dass bis 2020 das „Wöhrdbad“ zum Hallenbad im Winter ausgebaut werden soll (wir berichteten). Und 2020 soll dann die Leichtathletik-Halle sowie das neue Hallenbad gebaut werden.

Drei Becken auf 6.000 Quadratmetern geplant

Drei Becken sollen es werden, ein Sportbecken, ein Nichtschwimmer-Becken sowie ein Therapie-Becken, das insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Krankenhaus wichtig werden könnte – ein solches Becken ist in Regensburg nämlich weggefallen, der Bedarf aber ist hoch, sagen Experten.

Nicht nur die Stadt würde von dem neuen „Ostbad“ (ein Name ist noch nicht gefunden) profitieren. Denn vor allem die Schulen nutzen die Bäder der Stadt, unter ihnen auch Neutraubling. Die Busanbindung wäre somit auch gesichert, denn betrieben werden soll das Bad nach Informationen des Wochenblatts von den Badebetrieben, mithin also von den Stadtwerken, die mit der Donau-Arena beispielsweise und mit der Conti-Arena lange Erfahrung mit Sportstätten aufweist. Dann plant die Koalition offenbar auch, in die Bädersubstanz zu investieren. In den kommenden Jahren muss das Hallenbad saniert werden, es entspricht nicht mehr den statischen Anforderungen. Damit fällt insbesondere ein Bad weg, das von vielen Schulen für den Schwimmunterricht genutzt wird.

Neuerungen soll es dann auch im Westbad geben: Der Bereich beim Kinderbecken soll ausgebaut, das Gebäude erweitert werden. Regensburg wächst – die Bäder wachsen dann mit.


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