26.04.2018, 11:48 Uhr

Positive Entwicklung Krones startet mit gutem ersten Quartal ins Jahr 2018

(Foto: Krones)(Foto: Krones)

Am Donnerstag, 26. April, veröffentlichte Krones die Geschäftszahlen zum Ersten Quartal 2018. Der Umsatz liegt mit 891,7 Millionen Euro um 0,9 Prozent unter dem abrechnungsbedingt sehr hohen Vorjahreswert. Der Auftragseingang steigt um 13,4 Prozent auf 992,4 Millionen Euro. Akquisitionen beeinflussten Umsatz und Auftragseingang im ersten Quartal 2018 nur unwesentlich.

NEUTRAUBLING Ergebnis vor Steuern sinkt auch wegen Einmaleffekten bei Personalaufwendungen um 14,8 Prozent auf 56,2 Millionen Euro. Die EBT-Marge ging von 7,3 Prozent auf 6,3 Prozent zurück. Der Vorstand bestätigt die Ziele für 2018. Krones erwartet einen Umsatzanstieg von sechs Prozent und eine ausgewiesene EBT-Marge von sieben Prozent.

Die Geschäfte von Krones, führender Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, entwickelten sich im ersten Quartal 2018 positiv. Das Unternehmen profitierte bei insgesamt günstigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen von seiner breiten internationalen Aufstellung und dem kompletten Produkt- und Serviceangebot. Der Umsatz ging von Januar bis März 2018 im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht um 0,9 Prozent von 899,4 Millionen Euro auf 891,7 Milionen Euro zurück. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass der Vorjahreswert abrechnungsbedingt positiv beeinflusst wurde.

So konnten einige Projekte in Höhe von rund 60 Millionen Euro anstatt wie geplant im zweiten bereits im ersten Quartal 2017 abgerechnet werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Umsatz im vierten Quartal 2017 relativ hoch war. Insgesamt ist Krones voll im Plan, das geplante Umsatzwachstum von sechs Prozent für das Gesamtjahr 2018 zu erreichen. Das unterstreicht auch der Auftragseingang, der im ersten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 Prozent auf 992,4 Millionen Euro anzog. Ende März 2018 verfügte Krones insgesamt über Aufträge im Wert von 1.340,8 Millionen Euro. Damit erhöhte sich der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um 19,6 Prozent. Akquisitionen beeinflussten den Umsatz und Auftragseingang im ersten Quartal 2018 nur unwesentlich.

Ertragskraft vorübergehend rückläufig

Trotz erfolgreicher Maßnahmen zur Effizienzsteigerung des Unternehmens lag das Ergebnis von Krones im ersten Quartal 2018 unter dem Vorjahreswert. Mitverantwortlich dafür waren auch überproportional gestiegene Personalaufwendungen. Diese legten auch deshalb zu, weil das Unternehmen aufgrund des Tarifabschlusses im Berichtszeitraum höhere Rückstellungen für das komplette Jahr 2018 bilden musste. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging um 14,8 Prozent auf 56,2 Millionen Euro zurück. Von 7,3 Prozent auf 6,3 Prozent verringerte sich die EBT-Marge im ersten Quartal 2018. Im Vorjahr wurde die Marge vom relativ hohen Umsatz des ersten Quartals 2017 positiv beeinflusst.

Das Konzernergebnis unterschritt mit 38,7 Millionen Euro im Berichtszeitraum den Vorjahreswert um 11,4 Prozent. Das Ergebnis je Aktie lag im ersten Quartal 2018 bei 1,23 Euro (Vorjahr: 1,40 Euro).

Den Free Cashflow verbesserte Krones in den ersten drei Monaten 2018 deutlich von minus 112,8 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 14,1 Millionen Euro. Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz erhöhte sich auf 28,2 Prozent (Vorjahr: 26,8 Prozent). Hauptsächlich wegen des niedrigeren Ergebnisses ging der Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, von 17,8 Prozent im Vorjahr auf 15,3 Prozent zurück.

Krones kündigt Preiserhöhungen an und bestätigt Prognose für das Jahr 2018

In den vergangenen Jahren verharrten die Absatzpreise auf den Märkten von Krones auf einem stabilen Niveau. Zum 1. Mai erhöht Krones die Preise um durchschnittlich 4,5 Prozent für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik und passt seine Zahlungsbedingungen an. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in die Entwicklung des Produktportfolios, um mit seinen Maschinen, Anlagen und Serviceleistungen einen echten Mehrwert für seine Kunden zu generieren. Damit Krones trotz steigender Material- und Personalkosten weiterhin innovative Produkte und Dienstleistungen in höchster Qualität anbieten kann, sind Preiserhöhungen erforderlich. Zusätzlich werden die bestehenden Initiativen zu Kostensenkungen im Rahmen der Value Strategie, wie beispielsweise der Ausbau des Global Footprint, weiter intensiviert. Der Anspruch von Krones ist weiterhin seine Marktposition für die Abfüll- und Verpackungsindustrie in der Nahrungsmittel- und Getränkeherstellung zu halten.

Da die Preisanpassungen die aktuellen Kostensteigerungen kompensieren sollen, lässt Krones seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2018 und auch mittelfristig unverändert. Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte strebt das Unternehmen für 2018 im Konzern ein Umsatzwachstum von sechs Prozent an. Trotz Investitionen in die Digitalisierung und Anlaufkosten für den Global Footprint – besonders für den neuen Standort in Ungarn – soll die Ertragskraft des Unternehmens stabil bleiben. Das Unternehmen prognostiziert, dass 2018 die ausgewiesene EBT-Marge bei sieben Prozent liegen wird. Die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, will Krones auf 26 Prozent verbessern.


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