20.04.2018, 22:48 Uhr

Frühjahrstreffen Vertreterinnen der Oberpfälzer Gleichstellungsstellen kamen in Regensburg zusammen

Frühjahrstreffen der Oberpfälzer Gleichstellungsstellen in Regensburg. (Foto: Stadt Regensburg/S. Effenhauser)Frühjahrstreffen der Oberpfälzer Gleichstellungsstellen in Regensburg. (Foto: Stadt Regensburg/S. Effenhauser)

Die Vertreterinnen der Oberpfälzer Gleichstellungsstellen trafen sich am 17. April in Regensburg zu ihrer Frühjahrstagung. Auf der Tagesordnung standen die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen, Aktivitäten gegen Gewalt an Frauen, Standards in der Gleichstellungsarbeit und spezielle Angebote für Mädchen.

REGENSBURG/OBERPFALZ Ein Schwerpunkt des diesjährigen Treffens war die Frage, unter welchen Bedingungen die Gleichstellungsstellen in den einzelnen Kommunen arbeiten und welche Gleichstellungsarbeit jeweils geleistet werden kann. „Die Grundlage der Tätigkeit ist für uns alle das Bayerische Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Die realistischen Möglichkeiten in den Kommunen sind jedoch begrenzt durch die sehr unterschiedliche personelle und materielle Ausstattung der Gleichstellungsstellen und die jeweiligen Dienstanweisungen der Städte. Die konkreten Einflussmöglichkeiten sowohl innerhalb der Behörde als auch in der Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger werden dadurch eröffnet oder beschränkt“, erklärt die Leiterin der Regensburger Gleichstellungsstelle Marga Teufel. Die Kolleginnen haben darum oft Schwierigkeiten, auch nur das Mindestmaß des gesetzlichen Auftrags der Gleichstellung von Frauen und Männern zu erfüllen. „Aus unserer Sicht ist es deshalb dringend erforderlich, im Gesetz einheitliche Vorgaben für die Ausstattung und Organisation der Gleichstellungsstellen festzuschreiben.“

Der Arbeitskreis tauschte sich außerdem über die aktuellen Themen in den kommunalen Gleichstellungsstellen aus. Die Teilnehmerinnen diskutierten etwa darüber, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Bezug auf die Pflege von Angehörigen gefördert werden kann. Hilfsmöglichkeiten für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, zeigte ein Bericht über das Unterstützungssystem Bayern auf. Um die Förderung der Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen ging es bei der Aktion „Uns geht’s ums Ganze!“, die in den vergangenen Monaten erfolgreich in Regensburg gelaufen ist. Marion Schmid vom Verband für Popkultur in Bayern e. V. stellte das Projekt vor und warb für seine Weiterführung in anderen Oberpfälzer Kommunen.

Arbeitskreis Oberpfälzer Gleichstellungsstellen (AK OPF)

Vor fast zwanzig Jahren gründeten die Oberpfälzer Gleichstellungsstellen das Gremium „Arbeitskreis Oberpfälzer Gleichstellungsstellen“. Er trifft sich circa zweimal im Jahr und steht zwischen den Arbeitskreis-Sitzungen per E-Mail in regelmäßigem Kontakt. Sein Ziel besteht darin, Informationen zu gleichstellungsrelevanten Fragestellungen auszutauschen, zu koordinieren und zu vernetzen und die Mitglieder in ihrer Aufgabe, Gleichberechtigung von Frauen und Männern in ihrer Behörde und ihrer Kommune umzusetzen, zu unterstützen.

Die konkreten Themen reichten bisher von Arbeitsmarktreformen und ihren Auswirkungen auf Frauen bis hin zu Väterarbeit in der Verwaltung. Im Mittelpunkt steht immer die Erstellung und Überwachung der jeweiligen Gleichstellungskonzepte.

Da die Kolleginnen überwiegend als Einzelkämpferinnen arbeiten und für ihre Arbeit selten Wertschätzung erfahren, ist aber auch der Austausch über die konkrete Arbeitssituation und Problemlösungsstrategien bei diesen Treffen sehr wichtig.


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