12.04.2018, 06:28 Uhr

Ausschuss warnt vor Abwanderung In Regensburg werden die Gewerbeflächen immer knapper!

Standort der Maschinenfabrik Reinhausen: Das Gewerbegebiet Haslbach ist proppenvoll. (Foto:  Helmut Koch)Standort der Maschinenfabrik Reinhausen: Das Gewerbegebiet Haslbach ist proppenvoll. (Foto: Helmut Koch)

Die Stadt Regensburg hat immer häufiger Probleme damit, interessierte Wirtschaftsunternehmen mit Gewerbeflächen zu versorgen. Jetzt warnt der Wirtschaftsausschuss im Stadtrat davor, dass Firmen abwandern könnten.

REGENSBURG Die Domstadt hat zunehmend Probleme, die steigende Nachfrage nach Gewerbeflächen zu bedienen. Das geht aus einer Sitzungsvorlage des Wirtschaftsausschusses im Stadtrat hervor. Demnach stieg die Nachfrage von 90 Anfragen in 2011 mit einem Bedarf von 250.000 Quadratmetern Gewerbefläche auf 114 Anfragen in 2017 und einem Bedarf von 265.000 Quadratmetern Gewerbefläche.

Problem: Der Wirtschaftsboom in Regensburg frisst nicht nur Flächen; diese sind auch zunehmend knapper, wie aus der Vorlage hervor geht. Dabei ist Regensburg vor allem für Dienstleistungsanbieter interessant: 41 Prozent der Nachfrage kam aus diesem Sektor, nur 16 Prozent aus dem produzierenden Gewerbe und 13 Prozent aus dem Handwerk. Das wirkt sich auch massiv auf die Mieten aus: War eine Obergrenze bis zu 10,50 Euro je Quadratmeter bislang Standard, sind für Neubauten bis zu 15 je Quadratmeter fällig. Und die Wirtschaftsförderung warnt: Weil parallel zur Entwicklung immer mehr Wohnungen gebaut werden müssen, wird es gerade in den Mischgebieten eng. Gerade Handwerksbetriebe können nicht mehr ausweichen.

Mit Abwanderung muss gerechnet werden!

„Wenn dieser Zustand anhält, muss im Einzelfall auch mit der Abwanderung solcher Betriebe gerechnet werden“, heißt es von Seiten der Wirtschaftsförderern der Stadt Regensburg. Die Lösung scheint zu sein, die Region Regensburg, also auch den Landkreis, mit einzubeziehen. „Ein erster Ansatz ist das interkommunale Gewerbegebiet in Wenzenbach, das Entlastung im nördlichen Raum der Region schaffen kann. Eine Umsetzung sowie die Schaffung von Baurecht ist allerdings kurzfristig nicht zu erwarten.“