08.04.2018, 09:53 Uhr

Kolumne Fürstin Gloria und der Naturschutz – „die Waldbesitzer sind die wahren Grünen!“

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis schreibt in ihrer Kolumne im Wochenblatt darüber, wer eigentlich die wahren Naturschützer sind.

REGENSBURG Kürzlich hat der bayerische Waldbesitzerverband bei uns auf Schloss Sankt Emmeram sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Ich war sehr stolz darauf, dass wir die Feier im Schloss ausrichten durften. Die Bayerische Staatskanzlei hat ebenfalls aus diesem Anlass im Festsaal des Marstalls einen Empfang gegeben. Die frischgebackene, hübsche, junge Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber war da und hat eine tolle Rede gehalten, die uns „Original-Grünen“ gutgetan hat. Die Waldbesitzer pflegen und hegen ihre Wälder vorbildlich und sorgen für tatsächlichen Klimaschutz, nämlich dadurch, dass im Wald Holz produziert und vermarktet wird. Je mehr Holz für den Bau von Häusern verkauft wird, desto mehr kann Kohlenstoff gespeichert werden. Denn Kohlendioxid wird durch die Photosynthese in Kohlenstoff gewandelt.

Dadurch ist Holz der klimaschonendste Werkstoff überhaupt. Leider haben sich in den letzten Jahren vorwiegend Stadtmenschen dazu aufgeschwungen, päpstlicher als der Papst zu sein, um den Forstleuten vorzuschreiben, wie aus ihrer Sicht der Wald behandelt werden müsse. Am liebsten wäre denen, der Wald würde als Urwald überhaupt nicht bewirtschaftet werden. Das wäre allerdings die schlechteste Lösung für das Klima, denn dann würde ja kein Holz und stattdessen Kunststoff produziert.

Deshalb vermuten viele, dass hinter diesen Urwald-Ideen ideologische Ziele stecken, die aber mitnichten gut für die Umwelt sind. So ist es nach meiner Meinung auch mit den Elektroautos.

Unterhalten Sie sich mit einem „Original-Grünen“

Es gibt ja mittlerweile auch „Wissenschaftler“, die behaupten, es sei besser, wenn die Menschen keine Kinder mehr zur Welt brächten, um der Natur nicht zu schaden. Das ist doch total überzogen. Selbstverständlich muss man mit den Ressourcen unserer Erde sehr sparsam umgehen und alles dransetzen, um die Schönheit der Natur zu bewahren. Deshalb wurde in Deutschland ja schon vor 300 Jahren das Nachhaltigkeitsverfahren entwickelt, das inzwischen auch in anderen Ländern angewendet wird. Es bedeutet, dem Wald nur so viel zu entnehmen, wie auch gesund nachwachsen kann.

Über die Natur erfährt man am besten, wenn man sich mit einem „Original-Grünen“ unterhält. Hier ist der Waldbesitzer der richtige Ansprechpartner. Forstleute sind in der Wolle gefärbte Grüne, die die Natur kennen, lieben, mit ihr arbeiten und genau wissen, wie Mensch, Wald und Tier in einem gesunden Gleichgewicht zu halten sind. Selbsternannte grüne Ideologen haben ganz andere Ziele, die Natur wird da oft als Mittel zum Zweck benutzt.