04.04.2018, 13:57 Uhr

Verband der Alleinerziehenden Mehr Unterstützung für „Einelternfamilien“

(Foto: Bayerisches Familienministerium)(Foto: Bayerisches Familienministerium)

Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer hat die Vorsitzende des bayerischen Verbandes der alleinerziehenden Mütter und Väter, Helene Heine, zu einem ersten Gespräch im Familienministerium begrüßt. „Ich vermeide den Begriff ‚Alleinerziehende‘ – er klingt mir zu sehr nach Defizit. Ich spreche lieber von Einelternfamilien, also Familien, in denen ein Kind nicht mit beiden Elternteilen zusammen wohnt“, stellte Schreyer klar.

BAYERN „Diese Familien verdienen unser ganz besonderes Augenmerk – das beginnt bei einer möglichst effektiven finanziellen Unterstützung und endet bei einem Betreuungsangebot, das auf die Bedürfnisse von Müttern, Vätern und Kindern zugeschnitten ist“, so die Familienministerin. Schreyer wies darauf hin, dass der Freistaat eine langjährige bayerische Forderung im Koalitionsvertrag verankern konnte – die Reform des Kinderzuschlags und steuerliche Entlastungen: „Wir werden aber auch unabhängig von Reformen im Bund genau darauf schauen, wie sich die Lebenslage von Einelternfamilien entwickelt und wir sie darüberhinausgehend unterstützen können. Das erscheint mir besonders notwendig, da das Unterhaltsrecht die Kinder von Einelternfamilien besonders trifft. Sie verlieren nicht nur einen Elternteil in ihrer gewohnten Umgebung. Hinzu kommt, dass Mütter und Väter nach einer Scheidung in der Regel verpflichtet werden, ab dem vierten Lebensjahr ihres Kindes wieder zu arbeiten. Damit können sie sich nicht wie gewohnt um ihre Söhne und Töchter kümmern.“


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