03.04.2018, 15:02 Uhr

Grenzenlos und barrierefrei reisen Spatenstich für Umbaumaßnahmen am Bahnhof in Furth im Wald

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Mit seinem ersten Termin in neuer Funktion setzte Bayerns Bau- und Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier gemeinsam mit Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel gleich ein Zeichen.

FURTH IM WALD „Dem neu gegründeten Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr ist die Barrierefreiheit ein großes Anliegen. Deshalb ist es mir wichtig, heute bei Ihnen zu sein. Ab heute starten die Umbaumaßnahmen für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Furth im Wald. Es ist höchste Eisenbahn, dass dort Pendler und Touristen ohne Barrieren um-, ein- und aussteigen können“, so Zellmeier heute beim feierlichen Spatenstich. Mit rund fünf Millionen Euro Investitionskosten und einer Bauzeit von voraussichtlich anderthalb Jahren bis Oktober 2019 ist es gemeinsam mit dem Bahnhof in Straubing das derzeit größte Barrierefreiheit-Projekt im ostbayerischen Bahnnetz.

Bayerns Bau- und Verkehrsministerium bezuschusst den barrierefreien Umbau durch die Deutsche Bahn mit rund 2,5 Millionen Euro und übernimmt damit die Hälfte der Investitionskosten. Die andere Hälfte steuert das Bundesverkehrsministerium aus seinem Sonderprogramm zum barrierefreien Ausbau kleinerer Bahnstationen bei. Kleine Bahnhöfe mit weniger als 1.000 Reisenden können mit Mitteln aus dem bis 2018 befristeten Zukunftsinvestitionsprogramm barrierefrei umgebaut werden. In Bayern steht damit der Umbau von 19 kleinen Bahnhöfen an. Von diesen 19 Bahnhöfen ist der Ausbau in Furth im Wald gemeinsam mit dem Bahnhof in Straubing nicht nur das umfangreichste Projekt, sondern auch das erste, bei dem die Deutsche Bahn mit den Baumaßnahmen beginnt.

Den Bahnhof Furth im Wald an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien nutzen im Schnitt täglich rund 500 Ein- und Aussteiger. In der Regel halten dort pro Tag 14 Mal die zwischen München und Prag verkehrenden Alex-Züge sowie 14 Mal die zwischen Schwandorf und Furth verkehrenden Züge der Oberpfalzbahn und von DB Regio.

Die Baustelle umfasst eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Am sichtbarsten wird der Bau einer Bahnsteigüberführung mit Aufzügen und Treppen zum neu zu bauenden Bahnsteig 2 sein. „Nach dem Rodinger Bahnhof vor drei Jahren enthält nun die Bahnstrecke von Schwandorf zur bayerisch-tschechischen Grenze ein zweites Bahnhofs-Schmückstück. Umso wichtiger ist, dass auch bald die Knotenbahnhöfe in Cham und Schwandorf barrierefrei werden. Bei Schwandorf erwarten wir vom Bund, dass er im Rahmen der Planungen für den Ausbau der Strecke zwischen Hof und Regensburg die Barrierefreiheit voranbringt. Für Cham will der Freistaat noch heuer die Planungen mit der DB ins Rollen bringen“, bekräftigte Zellmeier. Für den Verkehrsstaatssekretär ist ein Bahnhof wie eine Visitenkarte für die Gemeinde und für die Bahn. Zellmeier: „Die Visitenkarte eines Grenzbahnhofs wie hier in Furth im Wald ist aber dreidimensional. Er ist als Eingangstor immer auch die erste Visitenkarte des Landes. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass es heute losgeht.“


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