24.03.2018, 08:01 Uhr

Verkehrsministerium Es wäre eine Hammer-Personalie – Freudenstein soll angeblich Spitzenposten in Berlin besetzen

Dr. Astrid Freudenstein, hier noch als Mitglied des Deutschen Bundestages. (Foto: Berli Berlinski)Dr. Astrid Freudenstein, hier noch als Mitglied des Deutschen Bundestages. (Foto: Berli Berlinski)

Es wäre eine Knaller-Personalie, doch bislang schweigen alle Beteiligten: Das Handelsblatt berichtete vor drei Tagen, dass die Regensburger CSU-Politikerin Astrid Freudenstein einen Spitzenposten in Berlin bekommen soll.

REGENSBURG Es wäre wohl das Comeback des Jahres: Astrid Freudenstein, CSU-Politikerin und Bundestagsabgeordnete von 2013 bis 2017, könnte ihre Rückkehr auf die bundespolitische Bühne eingetütet haben. Vor drei Tagen berichtete das Handelsblatt, dass der neue Verkehrsminister Andreas Scheuer Freudenstein zur Leiterin der Zentralabteilung in seinem Ministerium machen möchte. Freudenstein schweigt bislang zu der Personalie, ebenso das Bundesverkehrsministerium.

Bekannt ist, dass sich der Passauer Scheuer, der die ebenfalls in Niederbayern geborene Freudenstein aus Studienzeiten kennt, im Streit zwischen Freudenstein und ihrem parteiinternen Widersacher Peter Aumer häufig für sie ausgesprochen hatte, wenn auch hinter den Kulissen. So ist seit dem Streit um das Bundestags-Direktmandat bekannt, dass Scheuer von Freudenstein eine hohe Meinung hat, sich dessen bewusst ist, dass es nicht beliebig viele moderne, intellektuelle, gleichzeitig aber konservative Frauen in der CSU gibt. Und auch der Noch-CSU-Chef und neue Innenminister Horst Seehofer soll Freudenstein offen signalisiert haben, dass man für eine Politikerin ihres Kalibers stets ein Plätzchen in einem Ministerium oder gar als Staatssekretärin auf der Regierungsbank bereit halten könnte.

Ob die Personalie nun stimmt oder nicht, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Freudensteins Niederlage um nur zwei Stimmen gegen ihren Kontrahenten Peter Aumer um das sichere Direktmandat hat erneut gezeigt, woran die Parteiendemokratie krankt. Der Bürger hat an der Wahlurne nur noch die Chance, das abzunicken, was die Parteien zuvor ausgekartelt haben. Die CSU-Delegierten ließen fast in ganz Bayern Frauen wie Freudenstein über die Klinge springen.

Das Verkehrsministerium und mithin eine solche Position wäre indes aber geradezu ein Glücksfall für die Region. Die Verkehrsfrage ist die elementare Frage der wirtschaftlichen Zukunft sowohl der Stadt, als auch des Landkreises Regensburg. Der Ausbau der A3, der mit massiven Behinderungen einhergehen wird, ist nur eines der wichtigsten Projekte. Die Elektrifizierung der Strecke zwischen Regensburg und München beispielsweise, auf der bislang nur ein peinlicher Bummelzug mit eineinhalb Stunden Fahrdauer verkehrt, wäre eine Aufgabe, die eine Spitzen-Ministeriale wie Freudenstein sicher für die Region mitentscheiden könnte.


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