21.03.2018, 10:18 Uhr

Wochenblatt-Exklusiv Wolbergs-Prozess wohl im September, Rechnungen von Schlegl-Agentur bei Bauträger aufgetaucht

Die Top-Themen im Wochenblatt vorab schon im Video: Das kann man ab Mittag im ePaper und natürlich auch gedruckt lesen.

REGENSBURG Wir haben uns mit einer kuriosen Sache rund um die neue Umweltzone beschäftigt. Vergangenes Wochenende verteilten Blaujacken Strafzettel für vermeintliche Dreckschleudern. 80 Euro kostet das saftige Knöllchen, dabei gibt es viele Ausnahmen. Bundeswehrfahrzeuge zum Beispiel. Eigentlich gilt das auch für einen wunderschönen Alfa Romeo aus den 60er Jahren, der trotzdem ein Knöllchen bekam. Offenbar kennen die Blaujacken die eigene Ausnahme-Liste nicht.

Neues gibt es auch in der Spendenaffäre: Das Landgericht hat signalisiert, dass der Prozess gegen Wolbergs und drei weitere Mitangeklagte im September stattfinden soll. Das bedeutet ein weiteres halbes Jahr Hängepartie für die Angeklagten. Wir haben uns mal die Anklage angesehen, die uns exklusiv vorliegt sowie einen interessanten Beschluss des Landgerichts, der besagt, dass wenn Wolbergs wirklich Vorteile angenommen haben soll, dann nie für sich, sondern nur für Dritte.

Immer weiter in Bedrängnis kommt sein früherer Gegenkandidat, der CSU-Politiker Christian Schlegl. Es sind Rechnungen von Schlegls Wahlkampf-Agenutr aufgetaucht, und zwar bei einem Regensburger Bauträger. Schlegl hatte stets beteuert, er habe keinen Cent von diesem Bauträger erhalten. Eine Mail, die uns vorliegt, besagt, dass Schlegl von weiterer Unterstützung von dem Bauträger für die Stichwahl ausgegangen ist, und zwar über die Ecke gespielt. Eine verdeckte Parteienfinanzierung? Nun, zumindest spricht das erneut für das vom Wochenblatt aufgedeckte Panama-Konstrukt.

Eine Geschichte, die mir persönlich ans Herz geht: Ein schwules Paar floh vor vier Jahren aus Russland vor Putin und seine Schergen. Igor und Pawel kämpfen seitdem um Asyl in Deutschland. Doch bislang sagen die Behörden, es sei doch kein Problem, schwul in Russland zu sein. Jetzt verschärft sich ihre Lage: Einer der beiden hat von der Regierung einen Bescheid bekommen, er müsse aus der gemeinsamen Wohnung aus- und in ein Asylbewerberheim einziehen. Heiraten können die beiden nicht, weil das Regensburegr Standesamt unter anderem Geburtsurkuinden mit Übersetzung verlangen. Dafür müssten sie aber zurück nach Russland. Eine herzzerreißende Geschichte.

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