16.03.2018, 13:16 Uhr

Produkte aus Ostbayern USA und China sind wichtigste Exportmärkte für den IHK-Bezirk Regensburg

Rainulf Diepold, Mike Hofmann, rnst Dieterle und Dr. Alfred Brunnbauer diskutierten über die Exportgeschäfte ostbayerischer Unternehmen in Zeiten von Handelsstreitigkeiten. (Foto: IHK Regensburg)Rainulf Diepold, Mike Hofmann, rnst Dieterle und Dr. Alfred Brunnbauer diskutierten über die Exportgeschäfte ostbayerischer Unternehmen in Zeiten von Handelsstreitigkeiten. (Foto: IHK Regensburg)

Trotz aktueller Unsicherheiten bei der Entwicklung des Welthandels, wachsen die Exportumsätze im Bezirk der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim auch im dritten Jahr in Folge. Den Grund für den anhaltenden Erfolg im Auslandsgeschäft sieht Rainulf Diepold, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses, in der „ausgezeichneten Produktqualität und Flexibilität der Unternehmen“.

REGENSBURG Knapp 60 Prozent der im IHK-Bezirk hergestellten Produkte exportieren die Firmen ins Ausland. „Die USA und China sind derzeit die wichtigsten Absatzmärkte“, so IHK-Außenhandelsexperte Dr. Alfred Brunnbauer. Gemessen am Exportumsatz stehen die USA auf Platz 1 der bedeutendsten bayerischen Handelspartner. Gleiches gilt auch für den IHK-Bezirk: 311 Unternehmen betreiben derzeit ein intensives Geschäft mit den USA. Aufgrund der aktuellen Handelsstreitigkeiten macht sich jedoch Skepsis bei den Exporteuren breit. Brunnbauer warnt: „Es darf keinesfalls zu einem Handelskrieg kommen.“ Im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) seien Verhandlungen zwischen der EU und den USA notwendig, um zu klären, in welchem Bereich die Zollsätze sinnvoll gegenseitig angepasst werden sollten. Ernst Dieterle, USA-Personalexperte, rät den Unternehmen: „Jetzt unbedingt an den US-Kunden dran bleiben. Sie schätzen die deutsche Qualität und den guten Service.“ In Kalifornien finde derzeit ein Investitionsboom in Branchen statt, die sich mit neuen Mobilitätsformen und Digitalisierung befassen. „Bayern kann hier Top-Technologie liefern“, so Dieterle.

Technologiekooperationen in China

Mike Hofmann, Geschäftsführer der deutschen Auslandshandelskammer in Peking, lenkte den Blick auf China: „Das Land hat sich von der Wachstumsdelle schnell erholt und erreichte in 2017 wieder 7 Prozent Wirtschaftswachstum.“ Aber die Geschäfte ändern sich, denn China sei nun vor allem an Technologiekooperationen im Rahmen seines Strategieplans „China 2025“ interessiert. Aktuell sind rund 300 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk in China regelmäßig aktiv. Die ostbayerischen Firmen sehen gute Chancen, aber auch neue Herausforderungen. So sei das Internet durch staatliche Kontrollen sehr langsam, Vertriebspersonal schwierig zu finden und die Lohnkosten würden schnell steigen.


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