24.02.2018, 09:00 Uhr

Sanierung Die weiße Frau von der Burg Wolfsegg bekommt einen Zuschuss von der EU

Die 1. Kuratoriumsvorsitzende Landrätin Tanja Schweiger (3.v.l.) und Wolfgang Pirzer, 2. Vorsitzender des Kuratoriums (4. v.l.), erhalten den LEADER-Förderbescheid von Hans-Michael Pilz, LEADER-Koordinator der Oberpfalz (2.v.l.). Auf dem Bild weiter zu sehen (v. li).: Elisabeth Sojer-Falter, Abteilungsleiterin Regionalentwicklung und Wirtschaft Landratsamt Regensburg , Sonja Fuchs (Kuratorium Burg Wolfsegg), Sven Päplow, LAG-Manager Landkreis Regensburg sowie Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer. (Foto: Landkreis Regensburg)Die 1. Kuratoriumsvorsitzende Landrätin Tanja Schweiger (3.v.l.) und Wolfgang Pirzer, 2. Vorsitzender des Kuratoriums (4. v.l.), erhalten den LEADER-Förderbescheid von Hans-Michael Pilz, LEADER-Koordinator der Oberpfalz (2.v.l.). Auf dem Bild weiter zu sehen (v. li).: Elisabeth Sojer-Falter, Abteilungsleiterin Regionalentwicklung und Wirtschaft Landratsamt Regensburg , Sonja Fuchs (Kuratorium Burg Wolfsegg), Sven Päplow, LAG-Manager Landkreis Regensburg sowie Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer. (Foto: Landkreis Regensburg)

Die weiße Frau von der Burg Wolfsegg erschreckte schon viele Kinder und lässt manchen Erwachsenen erschauern. Doch die Heimstätte des Gespensts muss immer wieder in Schuss gehalten werden. Jetzt gab es eine Förderung aus dem Leader-plus-Topf, der von der EU gespeist wird.

WOLFSEGG Die Erweiterung, Aktualisierung und Neugestaltung des Burgmuseums wird mit rund 220.000 Euro Fördermitteln aus dem europäischen Leader-Programm unterstützt. Am Mittwoch nahmen Landrätin Tanja Schweiger als erste Vorsitzende des Kuratoriums Burg Wolfsegg e.V. und der zweite Kuratoriumsvorsitzende und erste Bürgermeister der Gemeinde Wolfsegg, Wolfgang Pirzer, vor Ort den Leader-Förderbescheid für das Projekt „Erweiterung, Aktualisierung und Neugestaltung des Burgmuseums Wolfsegg“ von Hans-Michael Pilz, Leader-Koordinator der Oberpfalz, offiziell entgegen.

Die fast 800 Jahre alte Burg Wolfsegg ist - nach einigen Umbauten - im Wesentlichen im Zustand der Renaissance erhalten und somit kulturhistorisch von herausragender Bedeutung für den Landkreis Regensburg. Das 1989 in ihren Mauern eröffnete Museum befasst sich ausführlich mit dem mittelalterlichen Leben. „Es ist das Alleinstellungs-Merkmal des Burgmuseums Wolfsegg, dass hier in einer gut erhaltenen Burg das Leben in der Burg dargestellt wird. Nach der Runderneuerung wird das Burgmuseum Wolfsegg ein noch attraktiveres und überregional bedeutsames Ausflugsziel für Groß und Klein sein“, so Landrätin Tanja anlässlich der bevorstehenden Aufwertung des Burgmuseums

Gesamtkosten von über einer Million Euro

Nach fast 30 Jahren sind nun umfassende bauliche, technische und inhaltliche Sanierungs- und Aufwertungsmaßnahmen notwendig, um das bedeutsame Bau- und Geschichtsdenkmal in seiner kulturhistorischen Bedeutung zu sichern und die spannende Geschichte des mittelalterlichen Lebens im Burgmuseum zeitgemäß darstellen und erfolgreich vermitteln zu können. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf knapp 1,1 Millionen Euro. Der Projektträger Kuratorium Burg Wolfsegg e.V. wird finanziell neben Fördermitteln aus dem europäischen Leader-Programm durch Spendengelder der Sparkasse Regensburg und Zuschüsse des Kulturfonds Bayern, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Musen, der bayerischen Landesstiftung sowie dem Bezirk Oberpfalz unterstützt.

Größtes Projekt in der aktuellen Förderphase Leader 2014-2020

Die Leader-Förderung beträgt rund 220.000 Euro und dient zur Erweiterung, Aktualisierung und Neugestaltung des Burgmuseums Wolfsegg in zwei Stufen. „Damit stellt die Aufwertung des Burgmuseums Wolfsegg das größte Projekt in der aktuellen Förderphase Leader 2014-2020 im Landkreis Regensburg dar“, erläutert Landrätin Tanja Schweiger. In der ersten Stufe erarbeitete das bekannte Münchner Büro „Atelier Hackel“ im ersten Halbjahr 2017 ein umfangreiches wissenschaftliches Konzept mit innenarchitektonischer Planung, Grafikentwurf und genauer Kostenberechnung.

Räumliche Aufwertung und Erweiterung des Burgmuseums

In der zweiten Stufe steht nun die Umsetzung der im Konzept erarbeiteten Maßnahmen und Gestaltungsvorschläge zur inhaltlichen, technischen sowie räumlichen Aufwertung beziehungsweise Erweiterung des Burgmuseums Wolfsegg an. Dazu gehört, das direkt angrenzende „Hollnberger Haus“ zu einem multifunktionalen Eingangsbereich mit Medienstation umzugestalten und stärker in das Museumskonzept einzubeziehen. Auch die Burghöhle und der Innenhof (samt angrenzender Gebäude) werden in Teilen baulich umgestaltet, inhaltlich aufgewertet und stärker in den musealen Bereich integriert.

Neuer Lehrpfad mit interaktiven Medienstationen

Am Burgberg entsteht ein Lehrpfad mit acht Informationstafeln, der Besuchern auf dem Weg zum Burgmuseum zukünftig erste grundlegende Informationen zur Burg Wolfsegg vermittelt. Der Hauptbereich des Burgmuseums befindet sich in den 14 Räumen im Palas der Burg. Auf neu gestalteten Informationstafeln, durch interaktive Medienstationen und anhand von 3-D-Modellen, Figurinen oder zahlreichen historischen Exponaten werden den Besuchern sowohl vielfältige Informationen zu den verschiedensten Aspekten des mittelalterlichen Lebens auf einer Burg im Allgemeinen als auch die spezielle Geschichte der Burg Wolfsegg lebendig vermittelt. Neben der optischen und technischen Aufwertung der Darstellung werden auch die Inhalte wissenschaftlich überarbeitet und ergänzt.

„Burgenzentrum Landkreis Regensburg“

Neu im Burgmuseum ist das „Burgenzentrum Landkreis Regensburg“. In einem Raum wird dargestellt, wie die vielen Burgen im Landkreis Regensburg entstanden sind, welche Funktionen ihnen zukamen und wie sich die Burgen im Lauf der Zeit veränderten. Neben den bekanntesten Burgen im Landkreis Regensburg, wie beispielsweise in Brennberg, Kallmünz oder Laaber, wird auch das burgenverbindende Wanderwegenetz der „Regensburger Burgensteige“ ausführlich vorgestellt. Das „Burgenzentrum Landkreis Regensburg“ soll Lust auf mehr machen und die Besucher für den Besuch weiterer Burgen im Landkreis Regensburg bzw. das Erwandern über die „Regensburger Burgensteige“ animieren.

Kontakt: Weitere Informationen erteilt die Leader-Geschäftsstelle im Landkreis Regensburg: Sven Päplow (LAG-Manager), Sachgebiet Regionalentwicklung, Telefon 0941 4009-616, regionalentwicklung@lra-regensburg.de , www.lag.landkreis-regensburg.de.


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