24.02.2018, 08:52 Uhr

Stadtrat ÖDP scheitert mit Antrag auf Begrenzung der Flusskreuzfahrtschiffe

In Zweierreihen an drei regulären und einem Not-Kai liegen die Schiffe, die jeweils 11,40 Meter breit sind, also insgesamt mehr als 20 Meter in die Donau ragen. Foto: EcklIn Zweierreihen an drei regulären und einem Not-Kai liegen die Schiffe, die jeweils 11,40 Meter breit sind, also insgesamt mehr als 20 Meter in die Donau ragen. Foto: Eckl

Die ÖDP ist mit einem Antrag gescheitert, auch nach Ausweitung der Anlandungsplätze für schwimmende Hotels die Zahl der Kreuzfahrtschiffe auf 1.200 zu begrenzen. Viele Regensburger sehen in den Kreuzfahrt-Touristen eine Salzburgisierung. Geschäftsleute, gerade mit speziellen Sortimenten wie Trachten, appellieren, dass sie nur durch die Touristen von den Schiffen überleben könnten.

REGENSBURG Ein Antrag der ÖDP zur Begrenzung der Anlandung von Kreuzfahrtschiffen in der Stadt war Thema im Verwaltungsausschuss des Stadtrates. Die ÖDP möchte die Zahl der Schiffe auf 1200 pro Jahr begrenzt sehen. Dies entspräche in etwa dem Stand von 2016. Wie ÖDP-Stadtrat Joachim Graf ausführte, habe die ÖDP der Erweiterung der Anlegestellen östlich der Nibelungenbrücke nur zugestimmt, um eine Entzerrung der Anlandungen zu erreichen, nicht aber, um die Anzahl wie geplant auf 1500 zu erhöhen, was eine Steigerung um 25 Prozent bedeutet.

In seiner Begründung verweist der ÖDP-Antrag auf die Forderung der Bürgermeisterin nach „mehr Klasse als Masse“ im Tourismus. Die derzeitige Situation bezeichnet er als das Äußerste, was man den Bürgerinnen und Bürgern noch zumuten könne. Es sei halt nur ein Kompromiss zwischen Interessen von Tourismus, Reedern, Einzelhändlern und Bürgern.

Außerdem verwies Graf auf die Umweltbelastung durch die Schifffahrt: „Gerade in Zeiten, wo die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase auf der Agenda ganz oben steht, kann man keine weitere Belastung durch die Schiffe zulassen, die man geradezu als kapitale Dreckschleudern bezeichnen muss!“

Der Antrag, der neben der ÖDP von der Linken unterstützt wurde, scheiterte am Widerstand von Rathauskoalition und CSU.


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