26.01.2018, 12:51 Uhr

Baugebiet Nachverdichtung am Brandlberg – aus Sicht der Stadt Regensburg ist die Erschließung gewährleistet

(Foto: Verena Bengler)(Foto: Verena Bengler)

Die aktuellen öffentlichen Debatten um die vermeintlich zu hohe Verdichtung und unzureichende Erschließung des Neubaugebietes am Brandlberg haben Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann veranlasst, in der Sitzung des Planungsausschusses am 16. Januar 2018 ausführlich dazu Stellung zu nehmen.

REGENSBURG Dabei wurde deutlich, dass bereits im rechtskräftigen Bebauungsplan eine flächensparende Bauweise vorgesehen ist, die Wohnraum für circa 1200 Einwohnerinnen und Einwohner schaffen kann.

Der Stadtrat hatte im Rahmen der Wohnbauoffensive die Verwaltung beauftragt, unter anderem auch im Bereich Brandlberg weitere Nachverdichtungspotentiale zu ermöglichen, soweit sie nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes zulässig sind. Aktuell ist das Baugebiet in der Umsetzung, und es ist nach heutigem Stand der Einwohnerprognose damit zu rechnen, dass am Ende etwa 540 Wohneinheiten für rund 1.400 Einwohnerinnen und Einwohner im neuen Viertel am Brandlberg entstehen werden.

Erschließung des Gebiets gesichert

Die Erschließung des Gebiets wurde auf der Grundlage der aktuellen Verkehrsprognosen rund um das Baugebiet entwickelt. Es ist vorgesehen, die Zufahrt zum Haidhofweg so auszubauen, dass künftig drei anstatt zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Damit ist ausreichender Spielraum vorhanden, um den Verkehr getrennt zwischen Rechts- und Linksabbiegern zu führen und die Ampelsteuerung flexibel an die Bedürfnisse anzupassen.Zusätzlich dazu sollen noch Fußgänger und Radfahrer sicher zur Kreuzung geführt werden. Das Referat für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen wird zudem Verhandlungen mit dem Investor aufnehmen, der signalisiert hatte, sich bei der Erschließung des Wohngebiets finanziell zu beteiligen.

Zielsetzungen aus dem Wettbewerbsergebnis bleiben erhalten

Schimpfermann legte Wert auf die Feststellung, dass bereits in den Vorplanungen zum Bebauungsplan von einer relativ hohen Verdichtung des Gebietes ausgegangen wurde und dementsprechend auch die Erschließungsflächen ausreichend groß dimensioniert sind. Die zum Teil geäußerte Erwartung, dass in dem Neubaugebiet nur Einfamilienhäuser entstehen sollten, ist unter den heutigen Gegebenheiten akuten Wohnraummangels nicht vertretbar. Deshalb hat der Stadtrat in mehreren Stufen die Beschlüsse zum aktuellen Bebauungsplan auch auf einen flächensparenden Umgang mit kostbarem Bauland ausgelegt.

Aktuell entstehen am Brandlberg vielfältige Wohnungstypen - vom Reihenhaus in verschiedenen Formen bis hin zu unterschiedlich großen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Zudem werden betreute Seniorenwohnungen in unmittelbarer Nähe zu einem neuen Quartierszentrum entstehen. Die städtebaulichen Zielsetzungen aus dem ursprünglichen Wettbewerbsergebnis sind erhalten geblieben: Das neue Viertel wird in kleinere Quartiere aufgeteilt und von Obstwiesen durchzogen sein.


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