13.01.2018, 09:35 Uhr

Entwicklung Das sind Zahlen der Superlative – brutales Wachstum in Regensburg!


Regensburg wächst und wächst – doch es gibt auch viele abgehängte Bürger. Eine Boom-Town in Zahlen.

REGENSBURG Die Domstadt wächst weiter massiv. Das geht aus den jüngst veröffentlichten Zahlen des Statistikamtes der Stadt hervor. Damit einher geht ein unfassbar starkes Wirtschaftswachstum, das aus dem einstigen Sorgenkind Bayerns am Rande der westlichen Welt eine prosperierende Metropole macht. Doch das Wachstum verursacht aber auch Probleme. Doch zunächst zu den Fakten:

Die Zahl der Erwerbstätigen in Regensburg stieg von 145.500 in 2015 auf 151.300 in 2017.

Ein starkes Wachstum gab es bei den Arbeitsplätzen für Frauen: Die Zahl stieg von 50.590 auf 54.821 in zwei Jahren.

Auch die Zahl der Einpendler stieg von 71.048 auf 75.927 in nur zwei Jahren. Davon kamen knapp 40.000 Einpendler aus dem Landkreis.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg von 10,13 Milliarden Euro auf 11,98 Milliarden Euro von 2012 auf 2015. Aktuellere Zahlen gibt es derzeit nicht, der Trend dürfte sich aber fortsetzen.

Auch die Zahl der Einwohner Regensburgs stieg stark an von 156.886 in 2015 auf 163.948.

Es sind allerdings nicht die Studenten. Deren Zahl blieb relativ stabil bei etwa 32.000.

Immer weniger Menschen sind katholisch oder evangelisch in Regensburg. 2017 waren nur noch 52,65 Prozent der Regensburger katholisch und 13,3 Prozent Protestanten, zwei Jahre früher waren es noch 55 beziehungsweise 13,9 Prozent.

Massiv gestiegen ist der Anteil der Menschen ohne Religion oder anderen Bekenntnisses wie etwa dem Islam. Ihre Zahl stieg von 31 auf 34,1 Prozent.

Massiv angestiegen ist auch der Ausländer-Anteil an der Bevölkerung. Betrug er mit 19.077 Menschen im Jahr 2015 noch 12,2 Prozent, stieg die Zahl auf knapp 25.000 und damit auf 14,7 Prozent. Eingebürgerte Regensburger mit Migrationshintergrund sind hier nicht mitgezählt.

Der Hauptteil des Zuzugs erfolgt aus dem Ausland (mehr als 2.000 Neubürger), aus Ostbayern (knapp 1.000 Neubürger). Der Zuzug aus dem Landkreis war demnach eher negativ, knapp 250 Regensburger zogen in den Landkreis.

Angestiegen ist auch der Anteil an Singles bzw. als ledig gemeldeten Regensburgern. Ihr Anteil liegt 2017 bei 52,6 Prozent (82.546 Bürger), zwei Jahre vorher waren es noch 85.246.

Leicht gestiegen ist die Zahl der Eheschließungen in 2017 mit 1.311 Heiraten, 2015 waren es noch 1.257. Die Zahl der Scheidungen ging von 504 auf 486 zurück).

Nicht alle profitierten vom Wirtschaftsboom: Die Zahl der Leistungsberechtigten nach SGB II stieg von 7.397 auf 7.421, im Jahr 2015 waren noch 1.193 Minderjährige davon betroffen, 2017 waren es schon 1.326. Das dürfte aber auch mit dem massiven Zuzug vor allem von Flüchtlingen zu tun haben, die oft noch nicht arbeiten dürfen.

Einer der größten Wachstumsmärkte ist übrigens der Gesundheitssektor. Hier boomt Regensburg. Behandelten die fünf Kliniken in 2015 noch etwa 112.000 Patienten, waren es 2017 schon knapp 116.000

Rasant wächst auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Pflege: nämlich von 9.775 auf 10.509. Die meisten davon sind weiblich.

Zugelegt hat die Zahl der vom ÖPNV beförderten Personen: von 35,8 Millionen in 2015 auf 37,7 Millionen. Doch auch die Zahl der Autos stieg von 84.610 auf fast 90.000.


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