28.11.2017, 09:26 Uhr

Sozialpolitik Kampf gegen die Armut – „mehr als nur der Stadtpass“

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Für die Regensburger SPD-Stadtratsfraktion ist die Bekämpfung der Armut „mehr als nur der Stadtpass“. Dies teilte sie in einer Pressemitteilung am Dienstag, 28. November mit.

REGENSBURG „Die Einführung des Stadtpasses ist sicherlich ein Leuchtturmprojekt städtischer Sozialpolitik, ermöglichen doch die 16.717 bisher ausgestellten Stadtpässe den Menschen ein Stück mehr Teilhabe am Leben in unserer Stadt. Wir wollen uns aber nicht darauf beschränken, nachsorgend Armut ,erträglich zu machen‘ und zu verwalten. Wir akzeptieren Armut nicht als unveränderlichen Ist-Zustand. Unser Ziel ist es, durch vielfältige Maßnahmen die Entstehung von Armut zu verhindern und Wege aus der Armut zu ebnen.Armut definieren wir hierbei nicht nur finanziell. Armut ist für uns viel weiter gefasst. Sie reicht von fehlenden Bildungschancen bis zur Vereinsamung wegen fehlender sozialer Kontakte im Alter. Mit einem breit gefächerten Bündel von Maßnahmen bekämpft die Stadt Regensburg deshalb Ursachen und Auswirkungen der Armut. Diese Maßnahmen reichen über alle Altersgruppen, von der Schaffung ausreichender Kinderbetreuungseinrichtungen bis zur aufsuchenden Sozialarbeit für Seniorinnen und Senioren.“

So erfülle die städtische Beratungsstelle mit mobilem Sozialdienst seit Januar 2016 eine dringend notwendige Lotsenfunktion. Zudem gewähre sie mit ihrem mobilen Sozialdienst ein niederschwelliges Angebot für Menschen in sozial schwierigen Lagen. Allein schon die hohe Anzahl der Kontakte – 2.755 – zeigt, wie notwendig dieses Angebot war, aber auch, wie gut es angenommen worden ist. Die Mitarbeiter dieser Beratungsstelle haben im Rahmen ihrer „Kümmerfunktion“ 220 Familien zur Seite gestanden, waren also unterstützend tätig. Diese Zahl ist sehr bemerkenswert. Die Maßnahme wird im aktuellen Sozialbericht weiterhin als sehr wichtig priorisiert. Die SPD-Fraktion wird sich daher auch weiterhin mit Nachdruck für die Umsetzung der Maßnahme einsetzen.

„Mit der Schaffung einer Anlaufstelle für den Tagesaufenthalt von suchtkranke Menschen konnte eine wichtige Versorgungslücke geschlossen werden“, betont Stadträtin Evelyn Kolbe-Stockert. Mit der Inbetriebnahme des Kontaktladens von „DrugStop Regensburg“ solle eine weitere wichtige Maßnahme umgesetzt worden.


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