27.11.2017, 19:33 Uhr

Schulfei Landratsamt Cham legt Wert auf Familienfreundlichkeit

(Foto: Franz Bauer)(Foto: Franz Bauer)

Beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht der Landkreis Cham als Arbeitgeber im „Lokalen Bündnis für Familie“ mit gutem Beispiel voran und bietet jedes Jahr am schulfreien Buß- und Bettag einen Mitarbeiterkindertag an: für die Beschäftigten des Landratsamtes und seiner Außenstellen, des Jobcenters und der Agentur für Arbeit.

LANDKREIS CHAM Die geschäftsführende Beamtin des Landratsamtes, Patricia Stoiber, begrüßte am Mittwoch, 22. November, in Vertretung von Landrat Franz Löffler 29 Kinder im Alter zwischen fünf und dreizehn Jahren,  deren Eltern und das Organisationsteam um die Gleichstellungsbeauftragte Maria-Luise Segl im Foyer des Landratsamtes.

Familie und Beruf

Stoiber betonte, dass es dem Landkreis als Arbeitgeber wichtig sei, Müttern und Vätern an diesem Tag die Sorge abnehmen zu können, wo ihre Kinder gut betreut seien,  wenn zwar schulfrei sei, für die Eltern aber ein normaler Arbeitstag anstünde. Der „Miki-Tag“ sei für die Kinder außerdem eine gute Gelegenheit, das Arbeitsumfeld der Eltern näher kennenzulernen. Immer weniger Kinder hätten eine konkrete Vorstellung davon, welche Aufgaben ihre Eltern am Arbeitsplatz zu erledigen hätten.  

Während die Eltern beruhigt ihren dienstlichen Verpflichtungen nachgehen konnten, brachen die Buben und Mädchen nach dem gemeinsamen Frühstück in der Kantine mit dem Betreuerteam zum Studienheim St. Josef auf, wo sie „Viktor Pappalapapp“ alias Franz Bauer begrüßte. Auf der Kleinkunstbühne des  „Raums für Theater“, Musik und Bewegung nahm sie der „größte Gaukler der Neuzeit“ mit auf eine Reise ins Mittelalter und berichtete über seine Vorfahren, die in verschiedenen Epochen als Gaukler unter Königen, aber auch für das Volk ihre Künste zelebrierten. Während der Vorstellung verstand es Bauer trefflich, die Kinder zum Mitmachen und Experimentieren anzuregen. Es gab viel zu lachen und zu staunen. 

Viel Beschäftigung für die Kids

Danach durften die „Mikis“ selbst aktiv und kreativ werden. Im Workshop Gauklerkünste erlernten sie einfache Jonglage-Ballwürfe und kleine Kunststücke, im „Bauhaus“ des ebenfalls im Studienheim untergebrachten „Kunstbetriebs“ konnten sie ihre Vorstellungen von Burgen und anderen Phantasiebauten mit Bauklötzen umsetzen. Es war schön zu beobachten, wie behutsam die Kinder miteinander und mit der sie umgebenden beeindruckenden Turmlandschaft aus Bauklötzen umgingen, wie sie selbständig zu kleinen Teams zusammenfanden und gemeinsam begeistert zu Werke gingen. 

Nach der Rückkehr mittags im Landratsamt, nahmen die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang. Manche Familien nutzen das Angebot zum gemeinsamen Mittagessen in der Kantine des Landratsamtes, manche Kinder begleiten Mama oder Papa ins Büro – sofern es der Dienstbetrieb erlaubte. Für die anderen Kinder hieß es mittags: mit Mama oder Papa heimfahren, Hausaufgaben machen, für Schulaufgaben lernen oder einfach einen freien Nachmittag genießen und den Gaukler- und Bauvormittag nachklingen lassen. 

Auch andere Unternehmen können das

Nach mehrjähriger Erfahrung mit Mitarbeiterkindertagen gibt das Landratsamt Cham gerne Empfehlungen an interessierte Unternehmen weiter, wie solche Aktionstage gestaltet werden können.


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