12.02.2020, 11:10 Uhr

Verkehr JUSOS fordern neue Bahnlinie durch den Landkreis Rottal-Inn

V. li.: Tobias Hartl, Juso-Kreisvorsitzender Benjamin Lettl, Sophie Hofer, Jonas Ksienzyk, Alina Prechtl, Michael Altenbuchner und Ludwig Ostermeier. Foto: JusosV. li.: Tobias Hartl, Juso-Kreisvorsitzender Benjamin Lettl, Sophie Hofer, Jonas Ksienzyk, Alina Prechtl, Michael Altenbuchner und Ludwig Ostermeier. Foto: Jusos

Die beiden Kreisverbände der Jusos Rottal-Inn und Dingolfing-Landau trafen sich zu ihrer Unterbezirkskonferenz im Artemis in Arnstorf. Neben Delegiertenwahlen standen auch Personalentscheidungen und der Infrastrukturantrag von Tobias Hartl zum Ausbau der Rottal-Bahn auf der Tagesordnung.

ROTTAL-INN. Einen echten Beitrag zur Aufwertung des ländlichen Raumes, zur Nachhaltigkeit und zur Verbesserung unseres Nahverkehrs soll der von Tobias Hartl verfasste Antrag zum Ausbau der Rottal-Bahn liefern. „Es handelt sich hierbei um eine Maßnahmen zur Begrenzung des Ausstoßes an CO2. Die Politik muss gegensteuern und Alternativen aufzeigen. Mit der Rottalbahn zwischen Passau und Neumarkt St. Veit besteht zwar auf dem Papier eine Verbindung, die jedoch aufgrund zahlreicher Zwischenhalte, kurviger Streckenführung und eingleisiger Verbindung kaum eine Alternative zum PKW darstellen kann. Gleichzeitig besteht in Pfarrkirchen und Eggenfelden kein vernünftiger Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn.

Mit Plattling verfügt Niederbayern über einen zentral gelegenen ICE-Halt, der die Strecke Wien – Nürnberg bedient und hervorragend angebunden ist. Gleichzeitig existiert keine Quertraverse zwischen Pfarrkirchen und Plattling. Auch sind die Hochschulstandorte Pfarrkirchen und Deggendorf, ebenso wie die Universitätsstädte Straubing und Regensburg, nur schlecht angebunden“: erläuterte Tobias Hartl die Ausgangslage.

Die Jusos haben einstimmig beschlossen, dass eine zusätzliche Bahnstrecke zwischen Plattling über Pfarrkirchen bis nach Burghausen gebaut wird. Somit würden zukünftig alle Hochschulstandorte miteinander verbunden werden. Zudem bestehe dann für Arbeitnehmer*innen eine verbesserte Infrastruktur an die Firmenstandorte Burghausen, Arnstorf und Dingolfing. Zwischen Landau und Arnstorf verkehrte noch bis 1994 die „Bockerlbahn“, welche dann endgültig rückgebaut wurde.

Als Zwischenlösung schlagen die Jusos die Bedienung der Strecke mit Bussen vor, um kurzfristig Alternativen zum PKW anzubieten und für den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel zum PKW zu werben.

Kreisvorsitzender Moritz Schneider wünschte den anwesenden Jusos ein erfolgreiches Abschneiden bei den Kommunalwahlen. Er zeigte sich erfreut, dass die SPD mittlerweile verstanden habe, jungen Politikern zur Verfügung zu stellen.


0 Kommentare