21.11.2019, 13:06 Uhr

Nominierung Kreistagsliste ÖDP/Parteifreie gehen mit Spitzenkandidat Rettenbeck in die Wahlen

(Foto: ÖDP)(Foto: ÖDP)

ÖDP und Parteifreie Bürger haben die Weichen für ihre weitere Kreistagsarbeit gestellt: In einer gemeinsamen Nominierungsversammlung wurden alle 60 Kandidatinnen und Kandidaten einstimmig gewählt.

ROTTAL-INN Der bisherige Fraktionsvorsitzende von ÖDP/Parteifreie Bürger im Kreistag und zum Spitzenkandidaten nominierte Sepp Rettenbeck ging zu Beginn der Versammlung auf die bisherige Arbeit im Kreistag ein und betonte: „Uns wurden zwar in den letzten Jahren im Kreistag viele Steine in den Weg gelegt, uns ist es aber gelungen, daraus gute und wichtige Projekte für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu bauen“.

Als Beispiele nannte er die Umstellung der Heizung am Landratsamt von Gas auf Hackschnitzel, die Errichtung des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) im Krankenhaus Pfarrkirchen, die Jugendsozialarbeit an Schulen, die Einführung eines familienfreundlichen ÖPNV-Tickets, die Erklärung des Landkreises zur gentechnikanbaufreien Zone, die Halbierung der Aufwandsentschädigung für alle Kreisräte, der kürzlich stattgefundene Klimaschutzdialog mit den Schülern der Fridays for future Bewegung, der Erhalt der 5. Klasse in Johanniskirchen und natürlich der Erhalt der Rottal-Inn-Kliniken in der Hand des Landkreises.

Alle diese erfolgreichen Maßnahmen habe man seitens der Fraktion ÖDP/Parteifreie Bürger beantragt, gefordert oder maßgeblich durch verschiedene Initiativen unterstützt. Kreisrätin und Trifterns Bürgermeisterin Edith Lirsch berichtet kurz von ihrer Arbeit als Rathauschefin und hob hervor, dass es wichtig sei, viel Verständnis für die Alltagsgeschäfte und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger aufzubringen. Der Gedanke des Gemeinwohles werde immer wichtiger und sie freue sich, dass die ÖDP im Landkreis „so einen Namen hat“.

Die anschließende Wahl mit Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten erfolgte dann in zwei Blöcken unter der Leitung von Rudi Geltinger. Bereits zu Veranstaltungsbeginn informierten ÖDP-Kreisvorsitzender Alois Erber und der Sprecher der Parteifreien Bürger, Alois Obermeier, von bereits getroffenen Beschlüssen zum gemeinsamen Wahlantritt in ihren jeweiligen Gremien, welche in der Nominierungsversammlung bestätigt wurden.

Ein gemeinsames Wahlprogramm soll in den kommenden Wochen erarbeitet werden. Eine gute Grundlage hierfür sei das Programm aus 2014, welches in vielen Punkten noch immer hochaktuell sei. Darüber hinaus nannte Sepp Rettenbeck die Beseitigung von Missständen bei der Finanzierung der Kliniken verbunden mit der Reduzierung der hohen Arbeitsbelastung der Beschäftigten als ein sehr wichtiges Ziel. Außerdem soll die weitere Etablierung der Gemeinwohlökonomie ein Schwerpunkt werden. Und Barbara Engleder nannte auch noch ein stationäres Hospiz im Landkreis als wichtigen Programmpunkt, welches in den letzten beiden Jahren in der Fraktionsarbeit bereits ein wichtiges Thema gewesen sei.


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