08.05.2019, 09:01 Uhr

FU-Diskussion im Grenzort Lebendiges Beispiel für ein vereintes Europa

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Grenzübergang Simbach-Braunau. (Foto: Malota)Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Grenzübergang Simbach-Braunau. (Foto: Malota)

Mit der Aktion „Drent und Herent“ wollte die Frauen-Union Rottal-Inn speziell Frauen für die anstehende Europawahl sensibilisieren. FU-Kreisvorsitzende Andrea Malota freute sich über das große Interesse und hieß die über 60 Teilnehmerinnen im großen Sitzungssaal des Simbacher Rathauses willkommen.

SIMBACH AM INN Besondere Gäste waren MdL Martin Wagle, Bürgermeister Klaus Schmid aus Simbach, 3. Bürgermeisterin Christa Kick, Bürgermeister Magister Hannes Waidbacher aus Braunau und Europakandidat Christian Jaeger. Ebenso unter den Gästen befanden sich auch 2. Bürgermeisterin Monika Haderer aus Eggenfelden, 3. Bürgermeisterin Inge Schnabl aus Waldkraiburg im Landkreis Mühldorf mit einigen Damen und FU Mitglieder aus dem Kreisverband Altötting, CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Schmid aus Tann und Mitglieder des Katholischen Frauenbundes KDFB Kirchberg am Inn. Über einen besonderen Gast freute sich die Kreisvorsitzende ganz besonders - Brunhilde Kick, die mit 99 Jahren die älteste Teilnehmerin war, bekam einen Blumengruß.

Bürgermeister Schmid informierte über seine Stadt und hob besonders die gute und freundschaftliche Verbundenheit zur Stadt Braunau mit Bügermeister Waidbacher hervor. „Besonders haben wir den Zusammenhalt bei der Flüchtlingswelle 2015 und der Flutwelle 2016 gespürt“, so Schmid. Erstes und letztes Telefonat des Tages sei immer mit seinem Amtskollegen Waidbacher gewesen.

MdL Martin Wagle unterstrich die Wichtigkeit des persönlichen Austausches zwischen den Völkern. „Hier sind die Menschen zusammengewachsen und man unterstützt sich gegenseitig“, betonte Wagle.

Braunaus Bürgermeister Hannes Waidbacher blickte auf die Geschichte seiner Stadt und des Innvierteles zurück. „Durch die Grenzlage befanden sich Braunau und Simbach jeweils in einem Halbkreis, bei dem die zweite Hälfte fehlte. Die Europäische Union ist für uns eine große Chance. Braunauer bewegen sich heute in Simbach so, als wären sie Simbacher und die Simbacher wiederum in Braunau, als wären sie Braunauer“, erklärte er.

FU-Vorsitzende Andrea Malota ging in ihrem Grußwort auf die wirtschaftliche Bedeutung der EU ein, gibt es doch erhebliche Fördermittel aus Brüssel und nur ein vereintes Europa hat die Chance wirtschaftlich gegen Asien und die USA zu bestehen. „Auch wenn es sicher Reformbedarf in der EU gibt, überwiegen eindeutig die Vorteile“, so Malota. Sie betonte, dass es wichtig sei am 26. Mai zur Wahl zu gehen, denn diese ist Richtung weisend für die Zukunft. Außerdem ist es eine einmalige Chance, wenn mit Manfred Weber ein Niederbayer an die Spitze des Parlamentes gelangen könnte.

Anschließend ging es zu Fuß vom schönen Simbacher Jugendstil-Rathaus entlang der Innstraße Richtung Österreich. Auf dem Weg sahen die Frauen noch die Spuren der Hochwasserkatastrophe vor drei Jahren. Auf der österreichischen Seite warteten bereits zwei Stadtführerinnen, die über die wechselhafte Geschichte von Braunau erzählten und verschiedene Bauten und Denkmäler näher erläuterten.

Zum Ausklang dieses informativen und schönen Nachmittags trafen sich die Besucherinnen in einer Weinstubezu einer schmackhaften „Jausen“ und ließ sich dazu ein Glas Wein aus Österreich schmecken.


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