07.05.2019, 15:30 Uhr

Diskussion über Klimawandel „Thema Wärmeerzeugung muss in die Köpfe der Menschen“

V. li.: Markus Schlichter vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, Sabrina Rippl vom Bundesumweltministerium, HDG Geschäftsführer Harald Benkert, Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold, HDG Geschäftsführer Martin Ecker und HDG Gesellschafterin Eva Ackermann. (Foto: HDG Bavaria)V. li.: Markus Schlichter vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, Sabrina Rippl vom Bundesumweltministerium, HDG Geschäftsführer Harald Benkert, Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold, HDG Geschäftsführer Martin Ecker und HDG Gesellschafterin Eva Ackermann. (Foto: HDG Bavaria)

Der globale Klimawandel – wie begegnet die deutsche Politik dieser wohl größten Herausforderung unserer Zeit? Und welche entscheidende Rolle kann das Heizen mit Holz dabei spielen? Diese und viele weitere Fragen waren kürzlich Thema im Rahmen eines Besuchs von MdB Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, beim Holzheizkesselhersteller HDG Bavaria in Massing. Die Quintessenz des Gesprächs: Es muss gelingen, die Wärmewende in den Köpfen der Menschen zu verankern. Nur so kann der Kampf gegen den Klimawandel gewonnen werden. Holzheizungen können hier eine zentrale Rolle spielen.

MASSING Zu einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch besuchte kürzlich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, MdB Florian Pronold, die HDG Bavaria GmbH in Massing. Neben dem Führungstrio des niederbayerischen Holzheizkesselherstellers, bestehend aus Gesellschafterin Eva Ackermann und den Geschäftsführern Harald Benkert und Martin Ecker, waren auch Markus Schlichter vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, sowie der 1. Bürgermeister und 2. Bürgermeister der Marktgemeinde, Josef Auer und Christian Thiel, und der SPD-Ortsvorsitzende Alois Birnkammer, anwesend. Sabrina Rippl vom Bundesumweltministerium komplettierte die hochkarätige Runde.

Nach einer kurzen Vorstellung des Familienunternehmens, das sich schon seit mehr als 40 Jahren dem klimafreundlichen Heizen mit Holz verschrieben hat, wurde in entspannter Atmosphäre über die verschiedenen Ansätze zur Bekämpfung des Klimawandels diskutiert. HDG Gesellschafterin Eva Ackermann warb dabei besonders um mehr Aufmerksamkeit für das Heizen mit Holz in der Klimadiskussion: „Holzheizungen sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung bei der Bekämpfung des Klimawandels. Leider wird häufig nur die regenerative Stromerzeugung als einzig zielführender Ansatz gesehen. Die CO2-neutrale Wärmeerzeugung mit Holz spielt sowohl in der politischen Diskussion als auch in den Medien keine Rolle. Das muss sich ändern.“

Geschäftsführer Martin Ecker ergänzte: „85 Prozent der von Haushalten benötigten Energie entfallen auf Raumwärme und Warmwasser. Das zeigt, dass hier das größte Potential für den Klimaschutz steckt. In der Öffentlichkeit ist das leider noch nicht angekommen, denn der Anteil der erneuerbaren Energien war im Wärmemarkt zuletzt sogar rückläufig.“ Sowohl er als auch sein Geschäftsführerkollege Harald Benkert sehen hier die Politik in der Pflicht: „Wir müssen es schaffen, dass das, was beim Strom erfolgreich angestoßen wurde, auch im Wärmesektor gelingt. Moderne und emissionsarme Holzheizungen können hier eine entscheidende Rolle spielen.“

Florian Pronold betonte, dass der Klimawandel im Umweltministerium natürlich eine entscheidende Rolle im politischen Prozess spiele. Er freue sich, dass das Thema durch die „Fridays for Future“-Demonstrationen in letzter Zeit auch wieder verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt worden ist. Gleichzeitig stellte er klar, dass es bei allen Forderungen, die sich derzeit im Raum befänden, immer auch für einen sozialen Ausgleich gesorgt werden müsse. Es dürfe nicht sein, dass die Schwächsten der Gesellschaft überproportional belastet würden.

Im Übrigen war sich die Runde einig, dass das Thema Wärmeerzeugung im Zusammenhang mit dem Klimawandel in den Köpfen der Menschen ankommen muss. Eine erfolgreiche Energiewende ohne signifikante Veränderungen im Wärmesektor kann nicht gelingen. Zusammen mit der in Deutschland ohnehin gängigen nachhaltigen Forstwirtschaft können Holzzentralheizungen hier zu einem entscheidenden Baustein werden.


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