08.04.2019, 10:44 Uhr

Autobahn Die Kreis-SPD will die Planungen zur A94 begleiten

V. li.: Josef Neun (Ering), Alfred Feldmeier SPD-Kreisvorsitzender Rottal-Inn, Ralph Bredl (Simbach a. Inn), MdL Ruth Müller, Kurt Vallée, Kreistagsfraktionsvorsitzender, MdB Florian Pronold,Peter Brodschelm (Julbach), Peter Hitzenauer (Kirchdor).f (Foto: SPD Rottal-Inn)V. li.: Josef Neun (Ering), Alfred Feldmeier SPD-Kreisvorsitzender Rottal-Inn, Ralph Bredl (Simbach a. Inn), MdL Ruth Müller, Kurt Vallée, Kreistagsfraktionsvorsitzender, MdB Florian Pronold,Peter Brodschelm (Julbach), Peter Hitzenauer (Kirchdor).f (Foto: SPD Rottal-Inn)

Bei der Vorstandssitzung am 6. April des SPD Kreisverbandes Rottal-Inn in Kirchdorf am Inn, wurde die Erwartungshaltung zur A94 im Inntal des Landkreises an den MdB und Umweltstaatssekretär Florian Pronold sowie an die Landtagsabgeordnete Ruth Müller durch den Kreisvorsitzenden Alfred Feldmeier, den Kreistagsfraktionsvorsitzenden Kurt Vallée, die SPD-OV-Vertreter von Kirchdorf am Inn, Julbach, Simbach am Inn und Ering Peter Hitzenauer, Peter Brodschelm, Ralph Bredl und Josef Neun übergeben, mit der Bitte dies an die zuständigen Behörden sowie politischen Gremien in Bund und Land zu übermitteln.

SIMBACH AM INN „Die A94 ist seit kurzem wieder im vordringlichen Bedarf und es kann nach 15 Jahren Unterbrechung endlich wieder geplant werden. Die Kreis-SPD unterstützt dies ausdrücklich, da es Entwicklungschancen für das Inntal und eine bessere Anbindung an die Arbeitsplätze in den umliegenden Städten bietet. Andererseits muss der zunehmende Verkehr im Landkreis für die Natur, aber vor allem für den Mensch so verträglich wie möglich durchgeleitet werden. Im November wird das Teilstück bei Dorfen und in den nächsten Jahren werden auch die Abschnitte bei Tutting und später bei Pocking fertiggestellt. Der Verkehr wird laut Prognosen dramatisch zunehmen von ca. 14.000 auf 26.000 Fahrzeuge pro Tag“ erklärt die SPD in einer Pressemitteilung.

„Die Autobahndirektion wird nun eine gründliche Entwurfsplanung erstellen. Die Kreis-SPD will die Planungen begleiten, für den Bürger den optimalen Schutz erreichen und hat folgende Erwartungen: Beginnend im Westen bei der Innbrücke in Stammham muss vor allem im Bereich Seibersdorf ein geeigneter Lärmschutz installiert werden, der sowohl den Autobahnlärm als auch den Rastplatz abschirmt. Die Ortschaften Ramerding, Strohham und vor allem Kirchdorf am Inn mit allen an die Autobahn angrenzenden Gebäuden müssen vor den Straßengeräuschen optimal abgeschirmt werden. Einer möglichst geringen Beeinträchtigung der Umwelt und des Naherholungsgebietes auf Höhe der Staustufe und des Kirchdorfer Waldsees ist Rechnung zu tragen“, so die SPD.

„Im Raum Simbach erfolgte nun endlich die Trassenfestlegung mit einer Untertunnelung. Dieser Tunnel soll so lange wie möglich gestaltet werden. Die optimale Ausprägung ist ein Beginn auf Kirchdorfer Gemeindegebiet südlich der Firma Knauf bis zur östlichen Einschleifung bei Waltersdorf. Wie diese Forderung realisiert werden kann, soll Untersuchungsgegenstand der Autobahndirektion sein. Mit dieser Lösung könnten die Probleme im Westen (Standort Fa. Schütz und angrenzendes Gewerbegebiet), Ausfahrt Gartenstraße sowie im Osten Akzeptanz der Bürger, Lärmschutz, Flächenverbrauch, Hochwasserschutz Erlacher Au gelöst werden. Allerdings müssen natürlich auch die Probleme wie Durchquerung des Wasserschutzgebietes und Einschleifung zum Gewerbegebiet von den Experten berücksichtigt werden“, heißt es weiter..

„Anschließend im weiteren östlichen Verlauf südlich bei Dietmaning und bei der Überquerung des Prienbachs und der Mühlauer Bucht sollte die Autobahn so tief wie möglich gelegt und muss mit optimalem Schallschutz versehen werden, um die Bürger in Prienbach, sowie das naheliegende Naturschutzgebiet zu schützen. Geeignete Lärmschutzmaßnahmen sind auch im weiteren Verlauf vorbei an Pildenau bis nördlich von Ering erforderlich. Bei der Querung der PAN1 nördlich der Eringer Kreuzung sollte die Autobahn vertieft gebaut werden. Eine Autobahnbrücke über die PAN1 ist aus Lärmemissionsgründen unbedingt zu vermeiden. In Tutting wurde dies ja auch besser gelöst, wie man sehen kann“, erklärt die Kreis-SPD.

„Da frühestens in 15 Jahren mit der Fertigstellung der A94 im Landkreis zu rechnen ist und auch danach die B12 noch in Betrieb sein wird, sind in den nächsten Jahren Sofort-Maßnahmen erforderlich, um den bereits steigenden Durchgangs-Verkehr durch das Nadelöhr Inntal im Landkreis Rottal-Inn erträglich zu machen. So muss JETZT entlang der B12 im Bereich Kirchdorf, Simbach, Prienbach und Ering der Lärmschutz verbessert werden. Hier stehen Gebäude unmittelbar an der Straße ohne Schutz. In Prienbach und Ering ist eine bessere Ausfahrtssituation auf die B12 erforderlich. Wenn die derzeitigen Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht wirken, dann muss über Kreisverkehre nachgedacht werden. Wir wollen konstruktiv mit den Behörden und Bürgern zusammenarbeiten um schnellstmöglich, ohne Verzögerungen eine Verbesserung zu erreichen. Wir danken den Abgeordneten für die bereits geleistete aber auch für die zukünftige Unterstützung für eine verträgliche A94 im Landkreis Rottal-Inn“, endetdie Pressemitteilung.


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