28.03.2019, 10:17 Uhr

Austausch zur aktuellen Lage CSU-Politiker besuchen Arbeitsagentur

V. li.: MdL Martin Wagle, Eva-Maria Kelch (Arbeitsagentur) und MdB Max Straubinger. (Foto: Arbeitsagentur)V. li.: MdL Martin Wagle, Eva-Maria Kelch (Arbeitsagentur) und MdB Max Straubinger. (Foto: Arbeitsagentur)

MdB Max Straubinger und MdL Martin Wagle haben die Vorsitzende der Ge-schäftsführung der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, Eva-Maria Kelch, zu einem Arbeitsmarktgespräch in der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen besucht.

PFARRKIRCHEN Im Mittelpunkt des Treffens standen die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Landshut-Pfarrkirchen und die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen am Arbeitsmarkt. Eva-Maria Kelch zeigte die positive Entwicklung beim Rückgang der Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren auf und verwies auf die niedrige Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent im Februar 2019. Darüber hinaus informierte sie die Gäste über die stetig steigende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und über die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe. Der Fachkräfteengpass und die Herausforderung, die Qualifikationen der Bewerber weiter zu verbessern, wurden ebenso thematisiert.

Hier interessierten die Politiker die ersten Erfahrungen zum neuen Qualifizierungschancengesetz, das seit Januar gezielt die Weiterbildungsförderung unter anderem auch für beschäftigte Arbeitnehmer unabhängig von Ausbildung und Lebensalter ermöglicht. Die Auswirkungen der Migration auf den Arbeitsmarkt war für die Besucher ebenfalls von großem Interesse. Angesichts zahlreicher offener Stellen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt war die Frage, inwieweit Flüchtlinge oder Migranten diese Lücke schließen können.

„Da viele der Flüchtlinge oder Migranten, die sich bei der Bundesagentur für Arbeit melden, keine unserem Bildungssystem entsprechende formale Qualifikation und wenig Sprachkenntnisse haben, ist es nicht sofort möglich, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die größte Herausforderung bei dieser Personengruppe ist zunächst das Erlernen der deutschen Sprache: Für uns ist wichtig, dass sie von Anfang an intensiv Deutsch lernen. Sprache ist der Schlüssel zu Ausbildung, Arbeit und damit für gesellschaftliche Integration“, so Eva-Maria Kelch. Die Arbeitsmarktintegration von Migranten braucht Zeit, hat aber in den letzten Jahren zusehends an Fahrt gewonnen. Die gemeinsamen Anstrengungen zeigen Wirkung.

Abschließend wurden die Chancen des neuen Teilhabechancengesetzes zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen thematisiert, das den Jobcentern im Bezirk dabei hilft, Arbeitsstellen und passende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewinnen, um langzeitarbeitslose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.


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