14.03.2019, 12:05 Uhr

Austausch Aufbau eines Netzwerks der Nachbarschaftshilfen geplant

Wenn in jungen Familie Oma oder Opa fehlen, hilft die Nachbarschaftshilfe. (Foto: Monkey Business Images/123rf.com)Wenn in jungen Familie Oma oder Opa fehlen, hilft die Nachbarschaftshilfe. (Foto: Monkey Business Images/123rf.com)

Gegenseitige Hilfe ist heute mehr denn je gefordert, denn unsere Gesellschaftsstruktur hat sich stark gewandelt. Hier setzt die Nachbarschaftshilfe in den Gemeinden an. Sie bringt Menschen zusammen die sich gegenseitig Hilfe spenden können.

ROTTAL-INN Lebten früher drei teils vier Generationen unter einem Dach, so ist es heute meist nur noch eine oder maximal zwei. Während sich die Kinder ihren Lebens- und Wohnmittelpunkt meist in Arbeitsplatznähe schaffen, bleiben ältere Menschen oft alleine zurück. Dabei bräuchten sich die Generationen nach wie vor gegenseitig. Eine junge Familie kann es sich heutzutage fast nicht mehr leisten auf ein Einkommen zu verzichten. So kommen Kinder frühestmöglich in die KiTa, damit auch die Mutter etwas zum Familieneinkommen beitragen kann. Das funktioniert ganz gut, solange die Grippewelle fern bleibt. Ältere Menschen die alleine sind, haben die Zeit die der jüngeren Generation oft fehlt. Sie möchten gerne so lange wie möglich Zuhause wohnen bleiben, können aber viele Arbeiten oft nicht mehr alleine erledigen.

Hier setzt die Nachbarschaftshilfe in den Gemeinden an. Sie bringt Menschen zusammen die sich gegenseitig Hilfe spenden können. Die junge Familie, der manchmal eine Oma oder ein Opa in der Nähe gut tun würde und die Oma oder der Opa, für die es manchmal hilfreich wäre, wenn ihnen jemand den Rasen mähen würde. Mit Nachbarschaftshilfen kann dies koordiniert werden. Sie bringen Menschen zusammen, die sich gegenseitig gutes Tun können. Und es funktioniert, das zeigen die Beispielgemeinden, in denen die Nachbarschaftshilfe bereits seit Jahren praktiziert und gelebt wird.

Um sich gegenseitig kennen zu lernen und einen Erfahrungsaustausch untereinander zu ermöglichen, wird ein Netzwerk aller aktiven Nachbarschaftshilfeeinrichtungen auf Landkreisebene initiiert. Austausch, Erfahrungsberichte, Zukunftsthemen diskutieren und die gemeinsame Idee weiterentwickeln, das sind die Ziele dieses Treffens.

Alle aktiven Helferinnen und Helfer der Nachbarschaftshilfe-Initiativen des Landkreises Rottal-Inn sind herzlich eingeladen, am ersten Austauschtreffen teilzunehmen. Es findet am 26. März um 18.30 Uhr im Landgasthof Zur Hecke, Höckberger Straße 3, 84347 Pfarrkirchen statt. Organisiert wird dies von der Freiwilligenagentur pack ma`s. Sie ist Ansprechpartner für die Nachbarschaftshilfe-Initiativen und bietet Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung. Bitte melden sie sich unter info@pack-mas.bayern oder telefonisch bei pack ma`s unter 08723/20-2522 an.


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