31.01.2019, 17:44 Uhr

Förderbescheid Gelder für Dorferneuerung Waldhof stehen bereit

V. li.:  Stadtpfarrer Dr. Wolfgang Schneider, Sabine Schmalhofer vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, Alfons Brandstetter, Regina Matzeder, Alexander Bicsanczyk, Arbeitskreissprecherin Edeltraud Plattner, Josef Huber, Amtsleiter Roland Spiller vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, Martin Sedlmaier, Johann Matzeder, Stadtbaumeister Wolfgang Zanella, Leiter Amt für Bau und Stadtentwicklung Stefan Lang, Dipl. Ing. Univ. – Landschaftsarchitekt Hans Nicklas von der Architekturschmiede. (Foto: Stadt Pfarrkirchen)V. li.: Stadtpfarrer Dr. Wolfgang Schneider, Sabine Schmalhofer vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, Alfons Brandstetter, Regina Matzeder, Alexander Bicsanczyk, Arbeitskreissprecherin Edeltraud Plattner, Josef Huber, Amtsleiter Roland Spiller vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, Martin Sedlmaier, Johann Matzeder, Stadtbaumeister Wolfgang Zanella, Leiter Amt für Bau und Stadtentwicklung Stefan Lang, Dipl. Ing. Univ. – Landschaftsarchitekt Hans Nicklas von der Architekturschmiede. (Foto: Stadt Pfarrkirchen)

Roland Spiller, der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE), gab den Startschuss für die einfache Dorferneuerung Waldhof, Stadt Pfarrkirchen. Im Rahmen einer Arbeitskreissitzung zur Dorferneuerung „Waldhof – Zukunft erLeben“ überreichte er die Einleitungsurkunde für Bürgermeister Wolfgang Beißmann an die Arbeitskreissprecherin Edeltraud Plattner und an die Projektbegleiterin Sabine Schmalhofer vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern. „Wir unterstützen die Kommunen bei der Entwicklung ihrer Dörfer und setzen dabei auf die Einbindung der Bevölkerung“, so Spiller. Diese können im örtlichen Arbeitskreis ihre Ideen und so ihre Heimat mitgestalten.

PFARRKIRCHEN Der Arbeitskreis ist schon in Vorleistung gegangen und hat wichtige Baumaßnahmen auf der Liste: Beispielsweise ist die Aufwertung der öffentlichen Straßenräume angedacht. Da die Staatsstraße St 2109 an den westlichen Ortsrand verlegt wurde, gibt es jetzt die Möglichkeit, die Lücken bei den Gehwegen durch das gesamte Dorf zu schließen und nach Möglichkeit barrierefrei zu gestalten. Besonders im Umfeld der Kirche soll durch gestalterische Maßnahmen des Straßenraumes eine Aufwertung erfolgen. Die vielen Vereine treffen sich entweder im örtlichen Gasthaus oder im alten Schulhaus sowie dem alten Pfarrhof.

Am alten Schulhaus gilt es bauliche Defizite wie beispielsweise im Treppenhaus und den Toilettenanlagen zu beseitigen und eine Verbesserung an der Gebäudesubstanz vorzunehmen. Im Pfarrhof, der im Privateigentum steht, sind umfangreichere Maßnahmen erforderlich, um dem Anspruch einer zeitgemäßen Nutzung gerecht zu werden. Wenn im Pfarrhof im Rahmen der Sanierung auch die Heizung ersetzt wird, könnte die Energie aus einer zentralen Hackschnitzelheizungsanlage in Bürgerhand kommen. Da im alten Schulhaus gleichfalls in nächster Zeit die Heizungsanlage auszutauschen ist, würde sich die Stadt auch als Bezieher von Wärme an die zentrale Hackschnitzelheizung anschließen.

Eine Grundvoraussetzung für ein derartiges Wärmenetz ist natürlich, dass sich eine ausreichende Zahl der Bürgerinnen und Bürger in Waldhof hieran beteiligt. „So könnte im Rahmen der Sanierungen auch eine Nutzung von Energie aus regenerativen Quellen mit einem Wärmenetz in Bürgerhand möglich sein“, zeigte sich Spiller erfreut. Des Weiteren stehen die Umgestaltung des Dorfweihers, des Spielplatzes und des Bolzplatzes auf der Wunschliste. Durch die Schaffung einer lebendigen Ortsmitte sowie der dorfgerechten Gestaltung der Straßenräume und Freianlagen sollen die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Ort weiter erhöht werden.

Er bot den Bürgern auch Fördermittel für den Umbau oder die Sanierung von privaten Gebäuden an. „Nicht nur die Dorfmitte, auch ihre Anwesen prägen das Erscheinungsbild eines Dorfes“, sagte der Amtsleiter. Zudem kann die baubegleitende Beratung durch einen Experten bis zu einem Zeitaufwand von fünf Stunden in Zusammenarbeit mit der Stadt kostenfrei für den Bauherrn angeboten werden. Gefördert werden kann dann eine Gestaltung der Vorbereichs- und Hofräume, die Modernisierung sowie energetische Sanierung oder der barrierefreie Umbau von Altbauten. Sowohl für die Maßnahmen im öffentlichen Bereich, aber auch für Umbauten an privaten Gebäuden, werden Fördermittel des Freistaates verwendet.


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