21.12.2018, 10:33 Uhr

Projekt-Abschluss Direktvermarkter wollen den Schatz weiter erhalten

Für Projektbegleiterin Mia Goller (2.v.r.) und Grafiker Andreas Biermeier (.) gab es als Dank von der Spitze des Vereins für ein bäuerliches Rottal heimische Qualitätsprodukte. (Foto: Goller)Für Projektbegleiterin Mia Goller (2.v.r.) und Grafiker Andreas Biermeier (.) gab es als Dank von der Spitze des Vereins für ein bäuerliches Rottal heimische Qualitätsprodukte. (Foto: Goller)

Fast zwei Jahre lief das Leaderprojekt zur Imagekampagne der Direktvermarkter im Landkreis Rottal-Inn. In der großen Abschlussveranstaltung wurde nun gemeinsam gefeiert und berichtet. Vieles wurde erreicht, einigen steht noch bevor. Dabei wurde immer wieder deutlich: Die Direktvermarkter im Rottal sind ein Schatz, den es zu erhalten gilt.

ROTTAL-INN Mia Goller, die als Projektbetreuerin mit ihrem Büro „Dorfratsch’n“ das Leaderprojekt begleitet hatte, erinnerte zusammen mit dem Vorsitzenden der Direktvermarkter, Ludwig Reil, an die Anfänge. Aus der Arbeitsgruppe zur Zukunft der Landwirtschaft in der Kreisentwicklung war mit Hilfe des damaligen „Kümmerers“ Rainer Blaschke ein Leaderprojekt zur Imagekampagne der Direktvermarktung geworden. „Doch irgendwann war uns klar: Das muss professionell begleitet werden, sonst wird das nichts“, so Reil.

Man stieß im Zuge dieser Gedanken auf Mia Goller mit ihrem Büro „Dorfratsch’n“ und auf Andreas Biermeier, der mit der Einrichtung und Gestaltung des Internetauftritts beauftragt wurde. Daraus wurde, wie es Reil formulierte, ein gelungenes „Update“ für den Verein, auch wenn natürlich klar war: „Ein gelungenes Image und das Vertrauen der Verbraucher kann man sich nicht erkaufen, das muss man sich erarbeiten.“ Die Entscheidung, die Fördergelder aus den Leader-Mitteln in professionelle Hilfe anzulegen, sei aber richtig gewesen: „Alleine schafft man das nicht, da ist der Aufwand doch zu groß.“

Mia Goller und Andreas Biermeier versprachen, den Verein auch weiterhin zu unterstützen. Goller: „Mit Herz und Hirn für die Heimat und die bäuerliche Landwirtschaft arbeiten, das bringt uns voran, denn die Landwirtschaft im Landkreis ist ein echter Schatz, und so sollte man sie auch behandeln.“

Ganz oben auf der Liste noch anstehender Projekte steht jetzt eine neue gemeinsame Broschüre, mit der sich der Landkreis, seine Gemeinden und die heimischen Direktvermarkter darstellen können. Wie Reil und Goller mitteilten, habe Landrat Michael Fahmüller die Finanzierung dieser Broschüre durch den Landkreis zugesagt. Und auch bei der Grünen Woche in Berlin, der größten „grünen Messe“ Europas, werden Landkreis und Direktvermarkter gemeinsam auftreten. Viel Lob gab es daher für die gute Zusammenarbeit mit der Kreisentwicklung am Landratsamt.

Wie wichtig sind aber nun Faktoren wie Direktvermarktung und Nahversorgung im ländlichen Raum? Mit diesem Thema hat sich die Studentin Lisa Maier aus Triftern in ihrer Bachelor-Arbeit befasst. Sie hatte viele Gespräche geführt, Dorfladeninitiativen und Direktvermarkter besucht und stellte ein buntes, vielfältiges Netzwerk“ vor, das ganz natürlich gewachsen war.

Viel Lob gab es für das ungewöhnliche Format der Veranstaltung. Anstelle vieler Grußworte wurden die Ehrengäste zu einer abschließenden Posdiumsrunde auf die Bühne geholt und erklärten, was sie persönlich mit den Direktvermarktern verbinde. Massings Bürgermeister Josef Auer, Bezirksrat Anton Maller, die Fraktionssprecher von Grünen, ÖDP und FW im Kreistag, Günther Reiser, Sepp Rettenbeck und Werner Schießl, Kreisbäuerin Paula Hochholzer, Amtsleiter Josef Eichenseer, Mostkönigin Juliane Eder, stv. Landrat Helmuth Lugeder und die Ex-Landtagsabgeordnete Reserl Sem waren sich dabei einig: „Ohne unsere Direktvermarkter geht es nicht.“


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