13.06.2018, 15:00 Uhr

Politischer Frühschoppen der FDP „Sportschützen und Jäger im Visier des Waffenrechts ?!“

„Die EU zielt beim Waffenrecht auf die Falschen“, sagt Ulrich Falk, Geschäftsführer des Bundes Deutscher Sportschützen (rechts), der auf Einladung von Dominik Heuwieser, Landtagsdirektkandidat der FDP Rottal-Inn bei einem politischen Frühschoppen in Tann sprach. (Foto: Christoph Pleininger)„Die EU zielt beim Waffenrecht auf die Falschen“, sagt Ulrich Falk, Geschäftsführer des Bundes Deutscher Sportschützen (rechts), der auf Einladung von Dominik Heuwieser, Landtagsdirektkandidat der FDP Rottal-Inn bei einem politischen Frühschoppen in Tann sprach. (Foto: Christoph Pleininger)

Ulrich Falk, Geschäftsführer des Bundes Deutscher Sportschützen (Berlin): Statt Terroristen und Verbrecher werden Sportschützen und Jäger bei Verschärfungen ins Visier genommen.

TANN „Die Europäische Union (EU) zielt bei der geplanten Verschärfung des Waffenrechtes an Terrorristen vorbei und nimmt Sportschützen und Jäger ins Visier.“ Diese Ansicht vertrat Ulrich Falk, Geschäftsführer beim Bund Deutscher Sportschützen 1975 e. V. (BDS), bei einem politischen Frühschoppen am vergangenen Samstag im Grainer-Bräu in Tann.

Nach einer Verschärfung im letzten Jahr, so führte Falk aus, will die EU bereits heuer erneut das Waffengesetz verschärfen. 2017 seien Sportschützen und Jäger mit höheren Kosten für Waffenschränke belastet worden. „Die alten Normvorschriften haben völlig ausgereicht“, meint Falk. Die Politik habe ihre Behauptung nie nachgewiesen, dass die bestehenden Schränke und Schranksysteme unsicher seien. Trotzdem sei das Gesetz verschärft worden. „Die Zeche zahlt der rechtstreue Waffenbesitzer“, erklärt der BDS-Geschäftsführer.

Jetzt soll das EU-Recht noch einmal verschärft werden. Diesmal hatte die EU Terroristen und Verbrecher vor Augen gehabt. In der Realität trifft das Gesetz Falk zufolge aber nur diejenigen, die sich an das Gesetz halten und eben nicht die anvisierten Kriminellen und Mörder. Es bleibe abzuwarten, so Falk, was Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf diesem Feld vorhat.

Dominik Heuwieser, Landtagsdirektkandidat der FDP Rottal Inn aus Unterdietfurt, stellt eine zunehmende Kriminalisierung von Jägern und Sportschützen fest. Eine Kontrolle der sachgemäßen Aufbewahrung von Waffen sei völlig in Ordnung und notwendig. „Es leuchtet nicht ein, dass legale Waffenbesitzer unangekündigt kontrolliert werden können. Beim Verdacht auf illegalen Waffenbesitz ist jedoch erst ein richterlicher Durchsuchungsbefehl nötig.“

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern fallen für die Waffenbesitzer in Bayern keine Gebühren für die Kontrollen an. Dies habe die FDP-Landtagsfraktion in der vorletzten Legislaturperiode durchgesetzt, so Heuwieser.

Der BDS mit Sitz in Berlin ist der zweitgrößte Sportschützenverband in der Bundesrepublik Deutschland. Vorwiegend wird das sportliche Großkaliberschießen mit Kurz- und Langwaffen betrieben. Insgesamt haben sich im BDS mehr als 75.000 Sportschützen zur gemeinsamen Ausübung des Schießsport zusammengefunden.


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