06.06.2018, 16:11 Uhr

Lösungen vorgeschlagen Grüne fordern mehr Barrierefreiheit in Eggenfelden

(Foto: Grüne Eggenfelden)(Foto: Grüne Eggenfelden)

Die Straßen gehören nicht nur den Autofahrern, lautet die Meinung der Eggenfeldener Grünen. So machte sich die Vorstandschaft auf ins Rathaus, wo bei einem Termin mit Bürgermeister Wolfgang Grubwinkler die verschiedenen kritischen Punkte besprochen wurden.

EGGENFELDEN „Es geht nicht an, dass man mit dem Fahrrad, dem Kinderwagen oder einem Rollstuhl mit so vielen Gefahrenpunkten konfrontiert wird“, stellte Cornelia Reichart fest, die das Thema Barrierefreiheit auch als Grüne Listenkandidatin für den Bezirk ansprechen will. Die Ortsvorsitzenden Dagmar Hermann und Lorenz Rabanter präsentierten eine lange Liste von Lösungsvorschlägen für den Bereich rund um den Stadtplatz und an der Landshuter Straße sowie auf dem Schellenbruckplatz. Der Bürgermeister freute sich zwar über das Engagement, stellte aber gleich fest, dass er beim Schellenbruckplatz keinen Einfluss habe. Für die anderen Punkte einigte man sich auf eine Begehung mit Vertretern der Polizei. Rabanter: „Die Beamten waren sehr freundlich, viele unserer Ideen befanden sie aber für nicht durchführbar. Das waren zum Beispiel der Zebrastreifen von der Ecke altes Rathaus zur gegenüberliegenden Seite bzw. der Zebrastreifen von der Apotheke zur Bäckerei Sedlmaier, ein sicherer Übergang für die Schüler zum alten Bad vom Bahnhof kommend (Anschluss der Wohngebiete Eggenfelden Nord und Rott am Wald); Zebrastreifen am Übergang IlCelato zum Stadtpark. Ein paar Ideen sollen aber weiter verfolgt werden, wie ein sicherer Übergang an der Öttinger Straße Höhe Luibl für die Schulkinder durch eine Bedarfsampel. Hier kommen alle Kinder von der Landshuter Straße, Wohngebiet Eggenfelden Nord und Rott am Wald, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

Vorsitzender Rabanter zeigte sich wenig zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir hören die CSU stets darüber schwadronieren, dass Barrierefreiheit Chefsache ist, können aber nicht erkennen, dass dies auch ernst genommen wird. In den Flyern der Staatsregierung ist zu lesen: „Barrierefreiheit wird zunehmend zu einem baulichen und sozialen Qualitätsmerkmal in den Städten und Gemeinden. Die uneingeschränkte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am öffentlichen Leben ist Voraussetzung für ein lebendiges Gemeinwesen, für aktive Mitwirkung, für die Übernahme von Verantwortung und für bürgerschaftliches Engagement. Letztlich ist Barrierefreiheit auch ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Standortvorteil: Läden im Ortskern werden attraktiver.“

„Wir Grüne sehen keinerlei Konzept, wie diese Lippenbekenntnisse auch mit Leben erfüllt werden. Es genügt nicht, wenn sich Politiker in regelmäßigen Abständen dabei fotografieren lassen, wie sie mit einem geliehenen Rollstuhl durch die Stadt herumfahren. Wir brauchen in Eggenfelden ein klares Konzept und die Bereitschaft, sich dabei auch mit dem Schellenbruckplatz auseinanderzusetzen.“


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