22.12.2017, 15:06 Uhr

Ehrenzeichen verliehen Eindrucksvolle Beispiele für ehrenamtliches Engagement


Mit dem Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Frauen und Männer wurden vier Bürger aus dem Landkreis Rottal-Inn für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz sowie für erworbene Verdienste um das Gemeinwohl ausgezeichnet.

ROTTAL-INN Der Leonhardiumritt in Niedernkirchen ist ein religiöses Brauchtumsfest, das dem Landkreis Rottal-Inn sehr am Herzen liegt. Bereits Franz-Xaver Schmidhuber sen. half viele Jahrzehnte lang mit, diese Traditionsveranstaltung zu organisieren. Nach seinem Tode übernahm Franz-Xaver Schmidhuber jun. im Jahr 1999 dieses Amt und bemüht sich seither, das Leonhardifest, welches jedes Jahr am letzten Oktobersonntag in Niedernkirchen stattfindet, zu gestalten. Schmidhuber setzt sich zudem für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Rottaler Pferdes ein. Dazu gründete er den „Förderkreis und Freunde des Rottaler Pferdes“ im Jahr 2007, den er seit Gründung als erster Vorstand leitet.

Hubert Lirk ist seit langer Zeit eng mit dem SV Reut verbunden und war über 22 Jahre als Vorstand tätig. Er hat sich durch umfassende ehrenamtliche Leistungen im Verein und darüber hinaus verdient gemacht. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit hat Herr Lirk die Sparte Tennis gegründet und im selben Jahr den Bau eines Tennisplatzes beschließen lassen. Auch die heute selbstverständliche Fernwasserleitung am Sportplatz wurde auf Initiative von Herrn Lirk im Jahr 1994 verlegt. 1995 erweiterte er das Sportangebot um die Sparte Stockschießen und begann 1996 mit dem Bau einer Stockbahn sowie eines Tennis- und Stockschützenhauses. Um Kinder und Jugendliche für den Sport begeistern zu können, hat Hubert Lirk 1997 erstmals den „Tag der Jugend“ abgehalten, eine Veranstaltung, die es bis heute noch gibt. Unter seiner Leitung erfolgte auch der Neubau des Sportheims in 2013.

23 Jahre war Ingeborg Rauchbart in der Vorstandschaft des Frauenbundes tätig und hat diesen durch ihr Wirken zum wichtigsten Verein im Pfarrleben der Pfarrei Mariakirchen gemacht. Von 1992 bis 1999 bekleidete sie das Amt des Kassiers und regelte die Finanzen des Vereins, bis sie 1999 zum Vorstand des katholischen Frauenbundes in Mariakirchen gewählt wurde. Bis 2015 übte sie das Amt als Vorstand aus und prägte den Frauenbund wie kaum jemand zuvor. Unter der Federführung von Ingeborg Rauchbart war der Frauenbund Mariakirchen auf zahlreichen Festen vertreten, darunter bei Gottesdiensten zu Hochfesten, Pfarrfesten, Pfarrfamilienabenden, Fronleichnam, Fasching, Open Air, Maiandacht und Bezirksmaiandacht. Des Weiteren obliegt ihr die Pflege des Blumenschmucks an den Ortstafeln Mariakirchens, am Kriegerdenkmal und am „Friedenskreuz“. Das Bepflanzen und Gießen der Blumen übernimmt Ingeborg Rauchbart seit 2001 unentgeltlich.

Maria Schöftenhuber ist in der Gemeinde Tann für ihre aufopferungsvolle Arbeit in der Ortscaritas bekannt: Seit 27 Jahren geht sie zweimal jährlich von Tür zu Tür, um die Caritas-Sammelaktion in der Pfarrei Tann aufrecht zu erhalten. In der Seniorenbetreuung der Caritas kümmert sie sich auch um Transport- und Mitfahrgelegenheiten für ältere Menschen und ist immer zur Stelle, wenn Personen aufgrund gesundheitlicher oder altersbedingter Beschwerden ihre Hilfe brauchen Aber auch darüber hinaus organisiert Maria Schöftenhuber Spendenaktionen für die Caritas, zum Beispiel zu Gunsten der Katastrophe in Indonesien am 26.12.2004, der Flutkatastrophe in Deggendorf/Fischerdorf im Jahre 2013, der Flutkatastrophe in Passau 2013 und zu Gunsten der Jahrtausendflut im Landkreis Rottal-Inn 2016. Hier sorgte Maria Schöftenhuber zudem für die Bereitstellung von vielen Sachspenden für die Flutopfer und organisierte deren Überbringung und Transport in das Krisengebiet. Auch der bekannte „Hoargarten“ in Tann wird von Frau Schöftenhuber organisiert.

Landrat Michael Fahmüller betonte bei der Aushändigung der Urkunden und Ordenszeichen, dass die zu ehrenden zeigen, dass es ihnen nicht egal ist, was in ihrer Nachbarschaft und in der Welt um Sie herum passiert, dass sie sich für Ihre Heimat und die Menschen zuständig fühlen, sei es im Sportverein, bei der Caritas, im Frauenbund oder in einem Traditionsverein. Der Landrat bedankte sich und er hoffe, dass dieses Engagement auch andere Menschen anstecken könne, sich wieder mehr für die Umwelt und die Mitmenschen zu interessieren und einzusetzen. Auch MdL Reserl Sem überreichte ein kleines Dankeschön an die Ehrenzeichenträger.


0 Kommentare