21.08.2020, 12:44 Uhr

Ganz schön pfiffig Schneezeichen künftig einfach und sicher setzen

Der Lkw mit angebauter Ausbringungsplattform im Einsatz auf der B 12 bei Herzogsreut. Foto: Staatliches Bauamt Passau/SüßDer Lkw mit angebauter Ausbringungsplattform im Einsatz auf der B 12 bei Herzogsreut. Foto: Staatliches Bauamt Passau/Süß

Mitarbeiter des Straßenbauamtes entwickeln eine Ausbringungsplattform.

Passau. Wer will schon bei 30 Grad an den Winter denken? Die Mitarbeiter in den Straßenmeistereien scheinen dem Wetter immer einen Schritt voraus zu sein. Für einen innovativen Verbesserungsvorschlag für den Winterdienst hat Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer jetzt zwei Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts Passau ausgezeichnet: Sie haben eine Ausbringungsplattform für Schneezeichen entwickelt.

Normalerweise ist das das Setzen von Schneezeichen ist eine personalintensive, langwierige und auch gefährliche Arbeit: Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei fährt den Kombi, der die Schneezeichen transportiert, zwei Kollegen marschieren hinterher und setzen die Schneezeichen. „Dabei muss die gesamte Strecke zu Fuß zurückgelegt werden und unsere Mitarbeiter sind durch den nachfolgenden Verkehr gefährdet“, weiß Straßenmeister Rainer Piser, Leiter der Straßenmeisterei Freyung.

Zusammen mit seinem Kollegen Josef Bernkopf, Werkstattleiter des Straßenbetriebsdienstes am Staatlichen Bauamt Passau, hat er deshalb eine Ausbringungsplattform entwickelt, die ganz einfach vor dem Winterdienstfahrzeug oder Lkw montiert werden kann. Auf ihr liegen die Schneestangen – sie ist so konzipiert, dass der gesamte Tagesbedarf an Schneestangen aufgelegt werden kann. Auch der Straßenwärter steht sicher auf der Plattform und kann von dort die Schneezeichen setzen. Anstelle von drei Personen werden nur noch zwei Mitarbeiter gebraucht.

Für die Mitarbeiter bringt die Ausbringungsplattform neben einer Arbeitserleichterung vor allem mehr Sicherheit, da sie nicht mehr zu Fuß dem nachfolgenden Verkehr ausgesetzt sind.

Bei einem Streckennetz über 2100 Kilometern Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, die von den Straßenmeistereien Freyung/Hauzenberg, Passau/Vilshofen, Pfarrkirchen, Deggendorf/Straubing und Viechtach/Zwiesel betreut werden, bedeutet der Einsatz der Plattform auch eine deutliche Zeitersparnis.

„Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und Ihr Engagement. Das ist Gold wert!“, findet Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. Leitender Baudirektor Robert Wufka, Leiter des Staatlichen Bauamts Passau, ist stolz auf seine Mitarbeiter, die mit guten Ideen und viel Engagement im Betriebsdienst dafür sorgen, dass die Straßen in gutem und verkehrssicherem Zustand sind.


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