09.09.2019, 05:48 Uhr

Schiffshavarie Güterschiff lauft auf Grund und Wasser dringt ein

Mit mehreren Pumpen wurde versucht das Wasser aus den havarierten Güterschiff zu pumpen (Foto: Walter Wisberger/zema-medien.de)Mit mehreren Pumpen wurde versucht das Wasser aus den havarierten Güterschiff zu pumpen (Foto: Walter Wisberger/zema-medien.de)

Zur Zeit ist die Schifffahrt auf der Donau zwischen Vilshofen und Deggendorf komplett gesperrt. Die Bergung sollte heute Montag erfolgen.

VILSHOFEN Am Sonntag den 08. September gegen 6:00 Uhr ist es passiert. Die Ursache steht noch nicht fest, aber die Schiffshavarie auf der Donau sorgt schon seit dem frühen Sonntagmorgen für Probleme. Da ein Teil des Schubverbands in die Fahrrinne ragt, ist die Donau derzeit zwischen Deggendorf und Passau für den gesamten Schiffahrtsverkehr gesperrt. Und das kann dauern, wie die Wasserschutzpolizei auf Nachfrage bestätigt. „Es ist zur Zeit viel Verkehr auf der Donau. Deswegen rufen bei uns schon die Schiffsführer an, die in Deggendorf warten. Sie wollen wissen, wann es endlich weitergeht. Aber wir wissen es selbst nicht“, so die Wasserschutzpolizei. Das große Problem: Es gebe kaum noch Berge-Firmen und gerade sonntags seien die Verantwortlichen schwer erreichbar. Doch ohne Hilfe von außen bekomme man den Schubverband aus Serbien, der bergwärts, also donauaufwärts in Richtung Deggendorf unterwegs ist, nicht frei. Geladen hat er Raps, der zunächst einmal umgeladen werden muss. Bei Donaukilometer 2251 zwischen Vilshofen und Hofkirchen, etwa auf Höhe von Hilgartsberg, ist der Schubverband aus der vorgegebenen Fahrrinne geraten und auf einen Felsen gelaufen. Grüne und rote Tonnen im Wasser geben den Schiffsführern eigentlich den genauen Weg vor, da der Abschnitt bekannt ist für seine vielen Hindernisse im Wasser, sprich Felsen. „Vielleicht hat der Schiffsführer nicht aufgepasst, vielleicht wollte er den Kurs korrigieren, konnte aber nicht schnell genug gegensteuern, weil das Güterschiff relativ alt und damit recht gering motorisiert ist. Vielleicht war es auch ein technischer Defekt“, zählt der Sprecher der Wasserschutzpolizei mögliche Ursachen auf. Fest steht indes, dass der Felsen ein Loch in den Schiffsrumpf geschlagen haben muss. Denn es dringt Wasser ein. Mehr Wasser, als die bordeigene Pumpe wegbringen kann. „Jede Stunde steigt das Wasser um etwa fünf Zentimeter“, weiß man am Nachmittag bei der Wasserschutzpolizei. Daraufhin wurde die Feuerwehr Hofkirchen alarmiert, die mit weiteren Pumpen geholfen hat. Abends wurde sie vom THW abgelöst. Was aus Sicht der Wasserschutzpolizei am schwersten wiegt an dieser Havarie, ist die Sperrung der Donau für die Schifffahrt. Der hintere Teil des Schubverbands rage in die Fahrrinne, weswegen kein anderes Schiff passieren könne. Um die Fahrrinne wieder frei zu bekommen, müsse zunächst der Raps von einer Berge-Firma umgeladen und das beschädigte Schiff abgeschleppt werden. „Wir hoffen, dass die Donau im Laufe des Montags wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Schiffsführer und das Unternehmen in Serbien, für das sie fahren, bemühen sich jedenfalls, um eine Lösung“, heißt es. Die Fahrer haben überdies dem freiwilligen Alkotest, den die Polizei in solchen Fällen immer anbietet, zugestimmt. Das Ergebnis viel negativ aus.


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