10.12.2018, 17:28 Uhr

Trotz 4000 Unterschriften Morgen Vormittag fällt der Hüttenzauber am Rindermarkt

(Foto: Wolfgang Korduletsch)(Foto: Wolfgang Korduletsch)

Stadt wartet auf Kompromissvorschläge – Katrin Pernpointner will‘s ganz oder gar nicht

PASSAU. Der Aufschrei war riesig, die Wellen schlugen hoch: Als die PaWo vergangene Woche berichtete, dass die rührige Geschäftsfrau Katrin Pernpointner ihre spekakuläre Weihnachts-Deko mit Skihütten-Romantik vor Eiger Nordwand aufgrund Nachbar-Beschwerden und anschließender Ordnungsmaßnahme der Stadt Passau (Brandschutz) abreißen und nie wieder eine dieser aufwendigen Weihnachts-Dekos an ihrer Living Art-Fassade anbringen werde, hat sich spontan auf Facebook eine Bürgerinitiative für den Erhalt des Almhütten-Zaubers gegründet. Zwar hat die Stadt in einer Stellungnahme vergangene Woche noch einmal klargestellt, dass lediglich der Überbau über dem Fußgängerbereich zurückgebaut werden müsse, nicht aber die gesamte Fassade, aber für Katrin Pernpointner gilt: Ganz – oder gar nicht! Ein Kompromiss kam unter der Woche nicht zustande.

Sage und schreibe 4000 Unterschriften hat die Bürgerinitiative beigebracht, die Katrin Pernpointner am Montag im Büro des Oberbürgermeisters abgeben hat. „Leider ohne Reaktion“, bedauert Katrin Pernpointner. Deshalb bleibt es dabei: Am morgigen Dienstagvormittag wird ab 10 Uhr der Almhütten-Weihnachtszauber am Rindermarkt ausgelöscht – für immer!

Die Stadt Passau, so heißt es aus dem OB-Büro, könne den Wunsch der zahlreichen Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen, die Dekoration am Rindermarkt zu erhalten. Dennoch sei es Aufgabe der Stadt, die verschiedenen Fakten zu berücksichtigen und abzuwägen. Tatsache sei, dass mit der Dekoration auf rd. 40 m² der öffentliche Gehweg ohne Genehmigung überbaut wurde. In der Folge seien die dahinter liegenden Geschäfte von den Fußwegebeziehungen abgeschnitten. Zudem seien berechtigte Beschwerden anderer Anlieger aus diesem Bereich sowie von Passanten bei der Stadt Passau eingegangen, wonach dieser Aufbau als erhebliche Beeinträchtigung gesehen wurde. Außerdem sei die Zufahrt der Feuerwehr im Brandfall in den Fußgängerzonenbereich am Heuwinkel nicht mehr möglich.

Die Dekoration direkt an der Hausfassade sei zu keiner Zeit betroffen gewesen. Diese könne aus Sicht der Stadt Passau auch dieses Jahr bestehen bleiben. Den Verantwortlichen wurden außerdem Kompromisse aufgezeigt wie z. B. einen Teilrückbau des Überbaus. Die Verantwortlichen hätten bis dato noch keine entsprechenden neuen Planungen vorgelegt.


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