02.08.2018, 13:47 Uhr

In Sachen Verkehrsbelastung MdL Taubeneder bringt Bürgerinitiative und Verkehrsstaatssekretär an einen Tisch

Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier (4.v.r.) auf Einladung von MdL Walter Taubeneder (3.v.r.) bei einem Ortstermin in Dommelstadl – mit dabei waren unter anderem auch (v.r.) der stellv. Landrat Raimund Kneidinger, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, (v.l.) Bauoberrat Dr. Stephan Stroh, Leitender Baudirektor Robert Wufka, Eva Nistler, Sprecherin der Bürgerinitiative und Bürgermeister Wolfgang Lindmeier. (Foto: Stefanie Starke)Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier (4.v.r.) auf Einladung von MdL Walter Taubeneder (3.v.r.) bei einem Ortstermin in Dommelstadl – mit dabei waren unter anderem auch (v.r.) der stellv. Landrat Raimund Kneidinger, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, (v.l.) Bauoberrat Dr. Stephan Stroh, Leitender Baudirektor Robert Wufka, Eva Nistler, Sprecherin der Bürgerinitiative und Bürgermeister Wolfgang Lindmeier. (Foto: Stefanie Starke)

Bei einem Ortstermin in Dommelstadl/Neuburg am Inn hat sich Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier auf Einladung von MdL Walter Taubeneder ein Bild von der hohen verkehrlichen Belastung für Neuburg und Dommelstadl gemacht.

DOMMELSTADL „Das ist ein schwieriges Thema und die Anwohner beider Ortsteile leiden sehr unter dem hohen Verkehrsaufkommen“, macht Taubeneder gleich eingangs nochmals deutlich. „Bei etwa 7000 Fahrzeugen täglich brauchen wir hier eine vernünftige Lösung.“ Der Abgeordnete hatte sich dafür eingesetzt, dass Eva Nistler, als Sprecherin der örtlichen Bürgerinitiative, Bürgermeister Wolfgang Lindmeier, der Leitende Baudirektor Robert Wufka und Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier an einen Tisch kommen, um die Problematik zu besprechen. „Es ist nicht nur der „Grenzausweich-Verkehr“, der zu einer zusätzlichen Belastung führt, vor allem auch der Schwerlastverkehr macht uns zunehmend zu schaffen“, macht Eva Nistler deutlich.

Jetzt zum Beginn der Sommerferien hatte sich die Situation nochmals verschärft: „Am Samstag hatten wir den ganzen Tag über Kolonnenverkehr und es dauert Minuten, bis man allein als Fußgänger die Straße queren kann“, schildert die Sprecherin der Bürgerinitiative. „Die Bürger sind natürlich unterschiedlich belastet und wir wissen, dass wir an keiner Almstraße wohnen, aber die Situation verschlimmert sich zunehmend. Wir sind deprimiert und verzweifelt.“ Eva Nistler lebt bereits seit 25 Jahren in Neuburg am Inn und kann sich noch gut zurückerinnern: „Losgegangen ist es mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen im Jahr 2014, als auf der A3 die erste große Baustelle war. Schon hier hatten wir mit Ausweichverkehr zu kämpfen. Dann folgte die Flüchtlingskrise mit all ihren Folgen – seither haben wir mit dem Verkehr zu kämpfen.“ Auch Bürgermeister Wolfgang Lindmeier kann die Anliegen der Vertreterin der Bürgerinitiative nur bestätigen und hofft ebenfalls auf eine Lösungsfindung durch das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. „Wir bauen natürlich auf eine Art Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr“, will Eva Nistler nochmals ihre Forderung betonen.

Um der Problematik Abhilfe zu schaffen, gelte es verschiedene Ansatzpunkte zu diskutieren, wie MdL Taubeneder deutlich macht. Einer sei dabei die Verlagerung der Grenzkontrollen auf der A3 in Richtung Süden, um den Ausweichverkehr zu stoppen – „hier sind wir dran und ständig in Gesprächen, aber dies wird nicht kurzfristig umzusetzen sein“, so Taubeneder und bittet daher den Verkehrsstaatssekretär um schnelle Unterstützungsmaßnahmen. Nach Aussage des Leitenden Baudirektors Robert Wufka sei man bereits tätig geworden und habe sich außerhalb der bundesweiten Verkehrszählungen für eine Sonderzählung entschieden. „Wir wollen hier einen genauen Überblick erhalten, um entsprechende Maßnahmen treffen zu können“, so Wufka. Weiterer Ansatzpunkt seien mögliche Maßnahmen im Rahmen des Lärmschutzes: „Wände kommen natürlich bei einer Ortsdurchfahrt nicht in Frage, aber wir überlegen hier mit sogenanntem Flüsterasphalt zu arbeiten, um immerhin eine kleine Besserung zu erzielen.“

Im gemeinsamen Gespräch wurden weitere Lösungsansätze, wie ein nächtliches Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr oder auch eine abschnittsweise Bemautung von Staatsstraßen, angesprochen. Was tatsächlich realistisch umzusetzen sei, müsse jedoch von den entsprechenden Stellen genau geprüft werden.


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