29.06.2018, 10:48 Uhr

4.359 Menschen waren arbeitslos Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Passau im Juni nochmals gesunken

(Foto: Bundesagentur für Arbeit)(Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Bedingt durch das konjunkturelle Hoch ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Passau im Juni 2018 nochmals gesunken.

PASSAU Im Juni waren insgesamt 4.359 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 4,1 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat und um 12,8 Prozent weniger als im Juni 2017. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen von 2,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Juni liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats (minus 185 Personen) und um 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (minus 640 Personen). Im Juni meldeten sich 1.358 Personen arbeitslos, das waren 56 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.556 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 23 mehr als im Juni 2017. Von den insgesamt 11.120 Arbeitslosengeldempfängern, die ihre Arbeitslosigkeit im Jahr 2017 beendeten, taten dies 7.826 durch Aufnahme einer Arbeit (70,4 Prozent).

„Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk zeigt sich im Juni erneut rekordverdächtig. Mit einer Arbeitslosenzahl von 4.359 unterschreitet die aktuelle Arbeitslosenquote mit 2,4 Prozent nochmals deutlich den bereits schon sehr guten Wert von 2,8 Prozent des Vorjahresmonats. Damit hat sich die bereits gute Vorjahressituation noch einmal signifikant verbessert“, erklärt Günter Schmiedl, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Passau. In den einzelnen Gebietskörperschaften reichen die Arbeitslosenquoten von 3,8 Prozent in der Stadt Passau über 2,3 Prozent im Landkreis Passau bis hin zu 1,9 Prozent im Landkreis Freyung-Grafenau. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Freýung-Grafenau liegt damit erstmals in der Geschichte unter zwei Prozent.

Die robuste konjunkturelle Lage und die niedrige Arbeitslosenquote gehen einher mit einer ungebrochen hohen Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. In nahezu allen Branchen werden Fachkräfte gesucht. Im Juni waren 3.941 Arbeitsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 738 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten allein im Juni 941 neue Arbeitsstellen. Der Personalaufbau setzt sich weiter fort. Jedoch haben Unternehmen aufgrund des sinkenden Bewerberpotenzials Schwierigkeiten, offene Stellen mit entsprechend qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen oder finden erst nach langer Suche die für sie geeigneten Mitarbeiter.

Seit dem Start des Beratungsjahres im Oktober 2017 stellten Unternehmen 3.471 Lehrstellen zur Verfügung, 3,1 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig sank aber die Zahl der Bewerber. 1.714 Jugendliche nahmen die Berufsberatung auf der Suche nach einer Lehrstelle in Anspruch. Wie in den Vorjahren herrscht damit rein rechnerisch ein starkes Übergewicht an gemeldeten Ausbildungsplätzen. So kommen auf einen Bewerber zwei Berufsausbildungsstellen. Bis zum Juni waren noch 1.614 Ausbildungsplätze nicht besetzt. Aktuell sind vor allem im Verkaufsbereich, im Hotelfach sowie in der Gastronomie noch viele Stellen frei. 367 junge Leute haben sich bisher noch nicht für einen Ausbildungsplatz entschieden.


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