25.06.2018, 12:11 Uhr

Juncker im Bayerischen Landtag MdL Taubeneder tauscht sich mit EU-Kommissions-Präsident aus

MdL Walter Taubeneder (l.) im Gespräch mit Jean-Claude Juncker (2.v.l.), der Präsident der EU-Kommission, sowie den weiteren Mitgliedern des Europaausschusses des Bayerischen Landtags (v.r.) Dr. Martin Huber und dem Vorsitzenden Franz Rieger.  (Foto: privat)MdL Walter Taubeneder (l.) im Gespräch mit Jean-Claude Juncker (2.v.l.), der Präsident der EU-Kommission, sowie den weiteren Mitgliedern des Europaausschusses des Bayerischen Landtags (v.r.) Dr. Martin Huber und dem Vorsitzenden Franz Rieger.  (Foto: privat)

Hoher Besuch im Bayerischen Landtag. EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker hat kürzlich im Bayerischen Landtag in München gesprochen – zuletzt war dies im Jahr 1991 der Fall, als einer seiner Vorgänger, Präsident Jacques Delors (1998-1995) für einen Austausch im Maximilianeum in München war.

MÜNCHEN „Seither hat sich in Europa viel getan und die Welt verändert. Vor diesem Hintergrund war der Besuch des Präsidenten der EU-Kommission höchst interessant“, betont MdL Walter Taubeneder, der als Mitglied im Europaausschuss des Bayerischen Landtags besonderes Interesse an den Ausführungen Junckers zeigte.

Jean-Claude Juncker hatte sich im Rahmen einer Vollversammlung des Bayerischen Landtags unter anderem zur europäischen Gegenwart und Zukunft geäußert und hat in diesem Zusammenhang auch die deutsche Wiedervereinigung als „guten Moment für Europa und den europäischen Kontinent“ bezeichnet. Der Luxemburger hatte seinen kompletten Vortrag in Deutsch gehalten – „ich lege großen Wert auf Sprachenvielfalt“, so der EU-Kommissions-Präsident. In seiner Rede ging der Präsident unter anderem auf die Bedeutung der Europäischen Union als solche, deren Arbeit, sowie die zahlreichen Krisenherde in Europa und den Konflikt mit den USA ein.

Für den Stimmkreisabgeordneten ergab sich nach der Rede des EU-Präsidenten noch eine Gelegenheit zum persönlichen Austausch, in dem sich die beiden einig waren, dass es mehr Initiative bedarf, um die Bedeutung Europas herauszuarbeiten und die Menschen in Europa einander näher zu bringen. „Eines muss uns bewusstwerden: Unsere Zukunft hängt an einem starken Europa. Wenn wir im weltpolitischen Geschehen weiterhin eine Rolle spielen möchten, kann dies nur durch ein starkes Europa erfolgen“, so Taubeneder. Dabei reiche es jedoch nicht aus, dass Europa als Wirtschafts- und Währungsunion agiere – „auch Solidarität ist gefordert, gerade mit Blick auf die Flüchtlingsproblematik.“


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