22.06.2018, 14:00 Uhr

Aktionstag am 30. Juni Feuerwehren setzen Zeichen für mehr Respekt und gegen Gaffer

(Foto: pictorius/123RF)(Foto: pictorius/123RF)

Mit einer Informations-Offensive wenden sich die Landkreis-Feuerwehren gegen das landesweit zunehmende Übel, bei Einsätzen behindert, beschimpft und beleidigt zu werden. Am Samstag, 30. Juni, findet dazu in Rathsmannsdorf ein Aktionstag mit anschließender Podiumsdiskussion statt.

RATHSMANNSDORF Bei jedem Einsatz und an jeder Unfallstelle versuchen die Hilfskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich und zum Beispiel den Verkehrsfluss aufrecht zu halten. Umso unverständlicher ist es nach Überzeugung von Alois Fischl, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, dass das Verständnis für die Arbeit der Hilfskräfte in der Bevölkerung dennoch immer mehr schwinde. Fischl: „Umso wichtiger ist es jetzt, die Arbeiten der Feuerwehren, der Rettungsdienste, des THW und der Polizei wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken.“ Großes Lob zollt Landrat Franz Meyer dieser Initiative unter maßgeblicher Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr Rathsmannsdorf. „Mit dieser Aktion nehmen unsere Feuerwehren in der aktuellen Diskussion das Heft selbst in die Hand und sagen, was Sache ist.“

Ebenso wie Kreisbrandrat Josef Ascher ist der Landrat überzeugt, dass am Samstag „Klartext gesprochen wird“. Die Offensive der Feuerwehren startet mit einem Aktionstag an, mit dem die Feuerwehren ihre Leistungsfähigkeit, Technik und Gerät demonstrieren (Beginn der Fahrzeug- und Geräteausstellung in der Ortsmitte von Rathsmannsdorf 14 Uhr). Gleichzeitig versucht die Feuerwehrfamilie im Landkreis aber auch, mit der Veranstaltung die Politik verstärkt auf das Problem aufmerksam zu machen. In einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Martin Gruber vom Bayerischen Rundfunk sollen ab 15 Uhr in der Veranstaltungshalle Rathsmannsdorf die Problempunkte klar angesprochen werden.

Mit dabei auf dem Podium: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der Vorsitzenden des Innenausschuss im Bayerischen Landtag MdL Manfred Ländner, Landrat Franz Meyer sowie Vertretern von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehren. Auch Gäste der Diskussion können sich zu Wort melden.


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