19.06.2018, 10:51 Uhr

„Wenn Schlechtes auch Gutes bewirkt“ MdL Waschler und Generalkonservator Prof. Pfeil besuchen Halser Pfarrkirche

Besichtigung der Halser Pfarrkirche St. Georg – mit (v.l.) stv. CSU-Ortsvorsitzende Simon Fischer, Bezirksrat Josef Heisl, Dr. Thomas Kupferschmied (Bay. Landesamt für Denkmalpflege), Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil (Bay. Landesamt für Denkmalpflege), Monsignore Gerhard Hettler, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Dr. Georg Waldemer (Landesstelle für die nicht-staatlichen Museen). (Foto: Stefanie Starke)Besichtigung der Halser Pfarrkirche St. Georg – mit (v.l.) stv. CSU-Ortsvorsitzende Simon Fischer, Bezirksrat Josef Heisl, Dr. Thomas Kupferschmied (Bay. Landesamt für Denkmalpflege), Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil (Bay. Landesamt für Denkmalpflege), Monsignore Gerhard Hettler, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Dr. Georg Waldemer (Landesstelle für die nicht-staatlichen Museen). (Foto: Stefanie Starke)

Im Zuge der Renovierungsarbeiten nach dem katastrophalen Jahrhunderthochwasser im Jahr 2013 sind in der Pfarrkirche St. Georg in Passau Hals alte und gleichzeitig einzigartige Gemäuer zum Vorschein gekommen.

PASSAU Wenn es nach Pfarrer Monsignore Gerhard Hettler geht, sollten diese unbedingt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Wir stoßen auf immer mehr interessante Details aus der Vergangenheit und würden gerne weitergraben“, macht der Pfarrer bei einem Besuch von MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler mit Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege deutlich – „allerdings nur, wenn auch die Statik mitspielt!“ Das Hochwasser habe dem Kirchengemäuer heftig zugesetzt. So machen sich zahlreiche Risse in den Wänden breit. „Außerdem haben wir weiterhin mit der Feuchtigkeit zu kämpfen“, so Monsignore Hettler weiter. Dennoch sei er von der Neugierde gepackt und würde gerne „weitergraben“. „Wir haben mittlerweile sogar Knochen gefunden, die gerade untersucht werden“, macht es der Pfarrer spannend.

Seit gut einem Jahr finden in der Pfarrkirche Ausgrabungsarbeiten statt, wie es weitergeht steht derzeit jedoch in den Sternen – „wir müssen die aktuell laufenden Auswertungen zu den Funden abwarten.“ Um die derzeit freigelegten Kostbarkeiten auch langfristig der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können, hat sich auf Einladung des Abgeordneten Waschler nun der Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil ein Bild von den Funden in Passau Hals gemacht – weitere Fördermöglichkeiten gilt es nun auszuloten. „Wenn man sich die wunderbaren Funde hier in der Kirche vor Augen führt, dann hat in diesem Fall das Schlechte, also die Hochwasserkatastrophe, auch ein wenig Gutes, wie diese Funde, bewirkt“, so MdL Waschler abschließend.


0 Kommentare