01.05.2018, 09:30 Uhr

Schreiner präsentieren Meisterstücke Kloster Aldersbach wird zur Ausstellungsfläche

Grund zum Feiern hatten alle Prüflinge mit den Ehrengästen (von links) Baron Ferdinand von Aretin, Bürgermeister Harald Mayrhofer, Weißbierkönigin Simone Fuchs, HWK-Vizepräsident Richard Hettmann, (von rechts) Vize-Landrat Klaus Jeggle und Prüfungsausschussvorsitzender Josef Sailer. (Foto: Lisa Meister)Grund zum Feiern hatten alle Prüflinge mit den Ehrengästen (von links) Baron Ferdinand von Aretin, Bürgermeister Harald Mayrhofer, Weißbierkönigin Simone Fuchs, HWK-Vizepräsident Richard Hettmann, (von rechts) Vize-Landrat Klaus Jeggle und Prüfungsausschussvorsitzender Josef Sailer. (Foto: Lisa Meister)

Neun Schreiner haben im Bildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Passau ihre theoretische und praktische Meisterprüfung bestanden.

ALDERSBACH In einer Meisterstückausstellung präsentierten die kreativen Handwerker am vergangenen Wochenende im Bibliothekssaal im Kloster Aldersbach Exponate im Gesamtwert von rund 130.000 Euro. Zu sehen gab es für die rund 500 Besucher neben extravaganten Schränken, Tischen und Sideboards unter anderem ein massives Holzbett, eine Musikbox und eine Holzbadewanne. Johannes Rosenauer aus Salzweg im Landkreis Passau schnitt mit seinem Meisterstück, einem Kickertisch aus Räuchereiche, als Kursbester ab.

Kompetente Ansprechpartner rund um den Werkstoff Holz

Wer als Schreiner einen eigenen Betrieb gründen oder verantwortungsvolle Führungsaufgaben in Fachbetrieben übernehmen will, wird im Meisterkurs der Handwerkskammer intensiv auf sämtliche Herausforderungen vorbereitet. In insgesamt 920 Unterrichtsstunden perfektionierten die Prüflinge im Vollzeitkurs ihre handwerklichen Kompetenzen in Theorie und Praxis. Neben Lerninhalten wie Betriebsführung, Kundenberatung oder Kostenrechnung gehörten unter anderem auch innovative Lackierungstechniken und der praktische Umgang mit modernen, CNC-gesteuerten Holzbearbeitungsmaschinen zum Kursprogramm.

„Exzellente Exponate“

„Ich bin immer wieder fasziniert von den Abschlussarbeiten“, sagte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Josef Sailer. „Vom Entwurf über die Kalkulation bis hin zur Anfertigung in der Werkstatt machen die Prüflinge alles selbst. Es gibt nur sehr wenige Vorgaben in Bezug auf Größe und Gestaltung – heraus kommen jedes Jahr wieder exzellente Exponate“, so Sailer weiter. Jedes einzelne Meisterstück sei eine Meisterleistung, entstanden aus Kreativität und Können, lobte auch Richard Hettmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die angehenden Schreinermeister in seiner Festrede. Hettmann ermunterte die Absolventen, optimistisch in die Zukunft zu sehen, denn ihr Wissen sei gefragt wie nie. Die Verarbeitung von Holz erfordere ein Höchstmaß an Erfahrung, Wissen und Kompetenz. Mit ihrer Ausbildung gehörten die Jungmeister nun zu den begehrten Fachleuten, die Kunden auch bei kniffligen Anforderungen mit individuellen Lösungen überzeugen können.

Bester Schreinermeister im Kurs wurde Johannes Rosenauer (Mitte) mit seinem Kickertisch aus Räuchereiche. Es gratulierten (v. l. n. r.) der HWK-Vizepräsident Richard Hettmann, Prüfungsausschussvorsitzender Josef Sailer, Bürgermeister Harald Mayrhofer, der zweitbeste Prüfling Johannes Hironimus, der Drittplazierte Jonas Strohmeier, Weißbierkönigin Simone Fuchs, stv. Landrat Klaus Jeggle, und Baron Ferdinand von Aretin. (Foto: Lisa Meister)

Ehrengäste beeindruckt

Auch namhafte Ehrengäste besuchten die Ausstellung und beglückwünschten die frischgebackenen Schreinermeister. Aldersbachs Bürgermeister Harald Mayrhofer zeigte sich beeindruckt von dem Aufwand, den jedes einzelne Meisterstück erforderte. Vize-Landrat Klaus Jeggle betonte den Wert des Handwerks für die heimische Wirtschaft. Ferdinand Freiherr von Aretin, Geschäftsführer der Brauerei Aldersbach, empfahl allen Studierenden technischer Fachrichtungen, zuvor eine Ausbildung zu machen, um mehr praktisches Verständnis zu gewinnen. Abschließend gratulierte die Aldersbacher Weißbierkönigin Simone Fuchs. Die 20-Jährige absolviert gerade eine Ausbildung zur Schreinerin und zeigte sich entsprechend begeistert von den Werkstücken ihrer Meisterkollegen.


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