05.04.2018, 15:34 Uhr

Kneidinger auf Mission in Afrika „Afrika helfen, indem man Perspektiven vor Ort schafft!“


Stellvertretender Landrat und Bürgermeister aus dem Passauer Land im Senegal

LANDKREIS PASSAU/DINDEFELO, SENEGAL Im Februar machten sich zwei Reisegruppen aus dem Passauer Land in den Südosten von Senegal auf, um vor Ort die Möglichkeiten von Hilfsprojekten auszuloten. Ziel der langen Reise war Ende Februar das Dorf Dindefelo, wo Helmuth Rücker vom Rotary Club Passau Dreiflüssestadt vor acht Jahren eine Hilfsaktion initiierte. In diesem Jahr konnten die Niederbayern über Sponsoren und Spenden (u.a. 5000 Euro vom Frauenbund Straßkirchen) insgesamt 50000 Euro zur Schaffung von Lebensgrundlagen vor Ort organisieren.

Mit dabei auch der stellvertretende Passauer Landrat und CSU-Kreisvorsitzende Raimund Kneidinger. Wie die PaWo berichtete, will er konkrete Entwicklungshilfe leisten, indem Kommunen als Paten Hilfsprojekte begleiten. Die Senegal-Reise brachte ihm dazu viele Eindrücke.

„In Dindefelo, an der Grenze zu Guinea, ist die Welt eigentlich noch in Ordnung, es gibt keine Kriminalität“, so Kneidinger. Und trotz der für Deutsche ärmlichen Verhältnisse – Leben in strohgedeckten Lehmhütten, unbefestigte „Straßen“, fehlende Wasser- und Stromversorgung – würden die Menschen ihre Heimat nicht verlassen wollen. „Die Einheimischen leben gerne dort, aber sie brauchen Perspektiven, Lebensgrundlagen, die wir vor Ort schaffen helfen können“, meint Kneidinger.

Mit den Spenden würden Hilfsprojekte finanziert – je nach Baufortschritt in Raten: Wasserbrunnen, Schulspeisung, der Bau eines neuen Klassenzimmers und eines Handwerker-Hauses; zudem hätte ein Unternehmen aus dem Passauer Land den Zuschlag für die Errichtung eines Solarparks bekommen.

Vor Ort erfuhr Kneidinger am eigenen Leib, dass bei 40 Grad Hitze wichtiger ist, Wasser zu haben – für das man täglich an die 10 Kilometer Weg auf sich nimmt –, als den überall herumliegenden Müll aufzusammeln; Kinder nehmen bis zu zwei Stunden Fußmarsch zur Schule auf sich.

Nicht nur Kneidinger kommt zu dem Fazit: „Viele bei uns wissen gar nicht, wie gut sie es haben!“


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