22.03.2018, 14:38 Uhr

Über 4.000 Tonnen Granit am Tag Bernhard Roos zu Besuch bei den Niederbayerischen Schotterwerken

Bernhard Roos und Peter Gusek. (Foto: Büro Bernhard Roos)Bernhard Roos und Peter Gusek. (Foto: Büro Bernhard Roos)

Seit mehr als 135 Jahren existieren die Niederbayerischen Schotterwerke in Ortenburg.

ORTENBURG Aufgrund dessen wurde Anfang der 1920er Jahre auch für die Arbeiter im Tagebau die Kirche in Neustift gebaut. Waren damals bis zum Beginn der 1960er Jahre noch über 400 Mitarbeiter beschäftigt, sind es heuer nur noch 64. Während früher die Beschäftigten die Loren im Bergwerk von Hand und mit Tieren bewegten, reichen heutzutage 2 Muldenkipper und Förderbänder, um das Gestein zu transportieren.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard Roos wird vom seit 2002 geschäftsführenden Leiter des Werks, Peter Gusek, durch den Tagebau geführt. Herr Gusek beschreibt die Arbeit im Werk und, dass jährlich zwischen 900.000t bis eine Million Tonnen Granitgestein aus dem Berg gewonnen werden. Zu den größten Abnehmern für das Gestein gehört die Deutsche Bahn mit 150.000t bis 200.000t pro Jahr für das Gleisbett.

Entsprechend ist der werkseigene Gleisanschluss für die Züge zufrieden stellend ausgelastet. Die Menschen vergessen immer mehr, wie wichtig die Arbeit eines Steinbruchs ist, wenn man bedenkt, dass mehr als 90% des Baumaterials eines jeden Hauses aus einem Steinbruch selbst oder anderen offenen Baugruben kommen, so der Geschäftsführer. Zu weiteren Abnehmern von Sanden und Splitten gehören Asphalt- und Betonmischanlagen, Straßenbau- und sonstige Bauunternehmen sowie der Wasser- und ländliche Wegebau.

Peter Gusek blickt allerdings auch angespannt in die Zukunft des Werks. Zum einen fehlt es dem Unternehmen an neuen Auszubildenden – derzeit sind es lediglich drei Azubis. „Die Jugendlichen wollen lieber in sauberen Jobs arbeiten“, so Gusek.

Zum anderen soll die Abbaufläche des Steinbruchs in Richtung Süden und Westen erweitert werden, um den Fortbestand für mindestens eine weitere Generation zu sichern. Die Erweiterung wird aber in dem beantragten Umfang nur genehmigungsfähig sein, wenn durch unabhängige Gutachten nachgewiesen wird, dass sie sowohl für Mensch als auch Natur verträglich erfolgen kann, verbunden mit der Hoffnung, so auch die vollständige Akzeptanz der Neustifter Mitbürger zu erlangen. Wird die Erweiterung genehmigt, können die Niederbayerischen Schotterwerke noch länger Gesteine aus dem Berg lösen und ein verlässlicher Arbeitgeber sein.

In den nächsten Jahren würde der Betrieb dann näher an Menschen heranrücken, die bisher noch nicht wesentlich betroffen waren. Entsprechend ist ein wichtiges Ziel von Peter Gusek, die Lärmreduzierung weiter voran zu treiben. Hierbei sind besonders die Sirenen und Warngeräusche der mobilen Geräte das eigentliche Problem und nicht die einhergehenden Sprengungen. MdL Roos begrüßt den persönlichen Kontakt zwischen den Anwohnern und dem Unternehmen.


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