14.02.2018, 14:58 Uhr

Starker Auftritt von Markus Söder „Der beste CSU-Aschermittwoch seit 10 Jahren!“


Das sagte ein Passauer CSU-Funktionär nach dem gefeierten Auftritt des designierten bayerischen Ministerpräsidenten.

PASSAU „Zurück in meinem Revier“ – so begrüßte Bayerns Finanzminister und baldiger Ministerpräsident Markus Söder die über 4.000 CSU-Anhänger in der Dreiländerhalle. Sein Revier: der Politische Aschermittwoch in Passau! Und nach einer guten Stunde Polit-Rede, die mit einem klaren Bekenntnis zu Bayern („da bin i dahoam“) endete, erntete Söder minutenlange stehende Ovationen. Der neue Mann auf der Passauer Aschermittwochs-Bühne hat die Massen schlicht begeistert und den Aschermittwoch für die CSU wieder zu dem gemacht, was er in den vergangenen Jahren scheibchenweise verloren zuhaben schien – nämlich die Lufthoheit über die Stammtische. Und hinterher durfte sogar jeder auf die Bühne für ein Selfie mit Söder – das gab‘s auch noch nie!

Klartext und klare Kante kennzeichneten Söders Rede. Und beides verpackte er nicht nur mit viel Emotionen, sondern mit viel Humor, der schon kabarettistische Züge annahm. Söder erreichte damit die Herzen der Menschen – und keiner in der Dreiländerhalle vermisste den erkranken Horst Seehofer. So schnell kann‘s gehen…

Ausgeteilt hat Söder saftig – gegen FDP-Chef Christian Lindner, gegen FW-Boss Hubert Aiwanger und natürlich die SPD, die sich nebenan in Vilshofen einen Redner von der Nordseeküste holen musste, weil sie in Bayern keinen hätten. Heimat war ein großes Stichwort für Söder – und hier wolle die CSU einen klaren Anker setzen: „Wer Bayern ernst nimmt, der muss den ländlichen Raum stärken“. Das Heimatministerium wie in Bayern und wie bald auch in Berlin, sagte Söder, werde daher ein Exportschlager. Sicherheit war ein weiterer Schwerpunkt – und hier überraschte Söder mit der Ankündigung von 1.000 zusätzlichen Polizisten in den Inspektionen und der Einführung einer bayerischen Grenzpolizei mit Sitz in Passau.

Die Zuwanderungs-Problematik, die in „Deutschland alles verändert“ habe, nahm in Söders Rede wie erwartet breiten Raum ein: Bayern helfe gerne, aber man dürfe darüber die einheimische Bevölkerung nicht vergessen. An den Rechtsstaat appellierte er, vor gewalttätigen Asylbewerbern nicht zu kapitulieren – sie müssten raus au Deutschland. Und massiv deutlich wurde Söder, als es um die christlich-abendländischen Werte ging: Wer diese nicht anerkennen wolle, der müsse ja nicht bei uns bleiben. Zugleich forderte er, diese Werte in der Verfassung zu verankern.

Für Bayern wünscht sich Söder mit Blick auf die Landtagswahl im Oktober Stabilität und Kontinuität – im Klartext klare Verhältnisse mit der CSU. Fazit: Markus Söder versprach, das Beste für Bayern – den Motor Deutschlands – herauszuholen. Und seine gefeierte Rede war daher unterm Strich auch seine vorweggenommene Antrittsrede als neuer Ministerpräsident – mit einerenorm hohen Messlatte.


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