13.12.2017, 22:09 Uhr

Zwei neue Straßennamen Straßenbenennung zu Ehren von Schwester Renata Hampel und Franz-Josef Streibl in Sturmsölden

Oberbürgermeister Jürgen Dupper enthüllt das Straßenschild der Schwester-Renata-Hampel-Straße. (Foto: Stadt Passau)Oberbürgermeister Jürgen Dupper enthüllt das Straßenschild der Schwester-Renata-Hampel-Straße. (Foto: Stadt Passau)

Passau hat ab sofort zwei neue Straßennamen: Schwester-Renata-Hampel-Straße und Franz-Josef Streibl Straße.

PASSAU Oberbürgermeister Jürgen Dupper nahm die offizielle Enthüllung der Straßenschilder im Bebauungsgebiet Sturmsölden im Beisein zahlreicher Gäste vor, darunter auch Angehörige der bereits verstorbenen Namensgeber. Den Beschluss für die Benennung nach Schwester Renata Hampel und Franz-Josef Streibl hatte der Kulturausschuss der Stadt bereits in seiner Sitzung vom 13. Oktober 2016 einstimmig gefasst.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Es freut mich sehr, dass wir den beiden Passauer Honoratioren auf diese Weise ein Denkmal setzen können. Während Schwester Renata Hampel ihr Herz vor allem den Kindern und Jugendlichen verschrieben hatte, hat sich Franz-Josef Streibl mit Nachdruck für den ZF-Standort Passau eingesetzt. Beide haben sich in ihrem Bereich auf besondere Weise um die Stadt Passau verdient gemacht. Die Benennung zweier Straßen nach ihnen soll ein sichtbarer Ausdruck unseres Dankes und unserer Wertschätzung sein.“

Schwester Renata Hampel (1930-2013) wurde 1968 an das Lukas-Kern-Kinderheim in Passau berufen, welchem sie bis 1993 als Oberin vorstand. Zuvor war sie bereits als Novizin am Institut für Lehrerbildung in Passau-Freudenhain sowie als Lehrerin an der Volksschule Passau-Ilzstadt.

Während ihrer Zeit als Oberin im Kinderheim unterrichtete sie nebenbei am Gisela-Gymnasium Niedernburg die Fächer Mathematik, Biologie und Religion. Sie gründete einen Kinderchor und eine Bläsergruppe und ermöglichte mit dem dadurch erspielten Geld unter anderem die Sanierung des Wochenend- und Ferienhauses des Kinderheims in Passau-Ries.

Nach ihrer Zeit im Lukas-Kern-Kinderheim arbeitete Schwester Renata Hampel bis zum Jahr 2010 in Niedernburg und übernahm dort die Betreuung des Schülerinnentagesheims. Darüber hinaus war sie in vielfältiger Weise sozial engagiert. In Anerkennung ihres hervorragenden Wirkens wurden ihre großen Leistungen mit hochrangigen Auszeichnungen gewürdigt. So erhielt sie1986 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande sowie 1993 die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper präsentiert das Schild für die Franz-Josef Streibl Straße.  (Foto: Stadt Passau)

Franz-Josef Streibl (1930-2010) war Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der ZF Passau GmbH. In den 29 Jahren (1960-1989) seiner Betriebszugehörigkeit hat er die Entwicklung des Unternehmens nachhaltig mitgestaltet und mitgeprägt. Insbesondere hat er sich für die Standortentwicklung in Passau-Patriching engagiert. Als Treiber und Organisator setze er sich unermüdlich dafür ein, den Standort Passau weiter auszubauen und dadurch nachhaltig zu sichern. Seine Kollegialität machte ihn besonders bei seinen Mitarbeitern sehr beliebt, seine fachliche und soziale Kompetenz begründen das Vertrauen, das ihm entgegen gebracht wurde.

Franz-Josef Streibl war in zahlreichen Vereinen und Institutionen an führender Stelle ehrenamtlich engagiert. Er unterstützte zum Beispiel den Verein der Bayerischen Metallindustrie und die Vereinigung der Arbeitgeberverbände in Bayern, er saß im Vorstand des Landesverbandes der Betriebskrankenkassen sowie der Landesversicherungsanstalt Niederbayern/Oberpfalz (LVA). Im LVA-Vorstand war er unter anderem für die Klinik PassauKohlbruck mit zuständig. Als ehrenamtlicher Richter wirkte Franz-Josef Streibl am Landesarbeitsgericht München und am Landgericht Passau. Im Passauer Ruderverein war er jahrelang Vorsitzender und wurde später auch zum Ehrenvorsitzenden ernannt


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