12.12.2017, 00:03 Uhr

ÖDP beschließt Unterstützung Volksbegehren „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen!“

Feuer und Flamme für die Bewahrung der Heimat: Walter Dankesreiter, Franz Sebele, Anita Hofbauer, Arno Blaschek, Maria Schöfberger und Agnes Becker. (Foto: ÖDP Passau-Land)Feuer und Flamme für die Bewahrung der Heimat: Walter Dankesreiter, Franz Sebele, Anita Hofbauer, Arno Blaschek, Maria Schöfberger und Agnes Becker. (Foto: ÖDP Passau-Land)

Kreistagsfraktion und Kreisvorstandschaft der ÖDP im Landkreis Passau waren sich bei einer gemeinsamen Sitzung einig: Ein Volksbegehren gegen den Flächenfraß findet die uneingeschränkte Unterstützung der ÖDP.

PASSAU „Der Landkreis Passau befindet sich bayernweit auf einem Spitzenplatz beim Flächenverbrauch. Ein Volksbegehren gegen den hemmungslosen Verbrauch von Fläche ist für die Bewusstseinsbildung überfällig“, so ÖDP-Kreisrätin Agnes Becker.

Mit der von der CSU immer wieder geforderten Nordtangente drohe eine weitere Betonflut, die es zu verhindern gelte.  Das Volksbegehren wurde von Grünen, ÖDP und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit dem Ziel gestartet, eine gesetzlich verbindliche Obergrenze für den Flächenverbrauch von fünf Hektar täglich in Bayern einzuführen.  Aktuell befindet sich das Volksbegehren in der Zulassungsphase. Dafür müssen insgesamt 25.000 Unterschriften gesammelt werden.

ÖDP-Kreisrat und überzeugter Biobauer Walter Dankesreiter nannte den galoppierenden Flächenschwund als zunehmendes Problem für die Landwirtschaft. „Bayern ist seit Jahren Spitzenreiter beim Flächenverbrauch in Deutschland. Täglich werden 13 Hektar wertvoller Boden betoniert, asphaltiert und versiegelt. Dadurch wird nicht nur unsere bayerische Kulturlandschaft zerstört, unsere bäuerlichen Familienbetriebe verlieren wertvolle Böden als Produktionsbasis“, so Walter Dankesreiter weiter. 

Das Volksbegehren war auch bereits Thema bei der Herbstvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Passau. ÖDP-Kreisrätin Anita Hofbauer, die selbst dem Diözesanrat angehört, freut sich, dass die Vollversammlung beschlossen hat, das Volksbegehren zu unterstützen und somit ihrer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung nachkommt. Ein erfolgreiches Volksbegehren verschaffe den Böden endlich den Schutz, den sie ihrer Bedeutung nach schon immer verdient haben. Dazu will die ÖDP in den kommenden Wochen Unterschriften sammeln.

„Bisher sind die Reaktionen aus der Bevölkerung durchweg positiv. Die Leute kommen auf uns zu und bedanken sich für unsere Arbeit“, so ÖDP-Stadt- und Kreisrat Franz Sebele. Weitere Informationen zum Volksbegehren finden sich auf der Internetseite der ÖDP Bayern, Unterschriftslisten können unter 0851-931131 angefordert werden.


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