28.11.2017, 09:01 Uhr

Rosi Steinberger empört Deutschland gibt Weg für Ackergift frei

„Dieser Politik gehört die rote Karte gezeigt“, so Rosi Steinberger. (Foto: 123rf.com)„Dieser Politik gehört die rote Karte gezeigt“, so Rosi Steinberger. (Foto: 123rf.com)

Mit der Zustimmung Deutschlands hat die EU das umstrittene Totalherbizid für fünf weitere Jahre zugelassen.

NIEDERBAYERN „Die Bundesregierung hat sich mit diesem Zugeständnis dem Lobbydruck von Monsanto und der Chemieindustrie gebeugt. Das Verhalten von Agrarminister Schmidt (CSU) ist skandalös“, kommentiert die Grüne Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger die Entscheidung der EU.

Die Entscheidung zugunsten des umstrittenen, unter Krebsverdacht stehenden Totalherbizids Glyphosat liefert nach Ansicht von Steinberger einen Vorgeschmack auf die künftigen Machtverhältnisse in Berlin. „Hat die Umweltministerin Hendricks schon vor Beginn der Koalitionsverhandlungen jeglichen Widerstand aufgegeben?“, so Steinberger.

Das Verhalten von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) ist instinktlos. Glyphosat, das sollte allen Beteiligten eigentlich klar sein, steht unter Krebsverdacht, dezimiert die Artenvielfalt und hat auf den Äckern nichts mehr zu suchen. Es gilt als ein völlig überholtes Mittel.

Doch das kümmert weder die EU-Kommission noch den CSU-Minister und seine Chefin Angela Merkel. Sie haben sich willfährig dem Lobbydruck ergeben, statt sich des in Europa an sich geltenden Vorsorgeprinzips zu erinnern und den Verbraucherschutz an die erste Stelle politischen Handels zu stellen. Dieser Politik gehört die rote Karte gezeigt.


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